Hamburg

Streit um Drogen? Mann in Neuallermöhe niedergeschossen

Passanten entdecken das lebensgefährlich verletzte Opfer auf einem Bürgersteig. SEK stürmt Wohnung. Mordkommission ermittelt.

Hamburg. Im Hamburger Stadtteil Neuallermöhe ist in der Nacht zum Freitag ein Mann niedergeschossen worden. Nach Angaben der Polizei wurde der 27-Jährige gegen 23 Uhr lebensgefährlich verletzt. Er wurde ins Krankenhaus Boberg gebracht.

Das Opfer wurde vermutlich aus einer Gruppe heraus in der Nähe der Clara-Grunwald-Schule niedergeschossen. Das Opfer konnte sich noch über den Walter-Rothenburg-Weg bis zur Otto-Grot-Straße schleppen, wo der Mann von Passanten auf dem Bürgersteig entdeckt wurde. Er soll mindestens zwei Schüsse in den Bauch und einen ins Bein bekommen haben.

Drei mögliche Täter festgenommen

Drei mutmaßliche Täter wurden unmittelbar nach den Schüssen im Rahmen einer Sofortfahndung festgenommen. Dabei handelt es sich um einen 23-jährigen und einen 22-jährigen Syrer, sowie um einen 20 Jahre alten Deutschen. Zwei der Tatverdächtigen saßen in einem Taxi, das von der Polizei gestoppt und kontrolliert wurde. Der 23-Jährige Syrer gilt derzeit als Hauptverdächtiger.

Die Polizei geht im Augenblick von einem Streit im Drogenmilieu aus. Alle Tatbeteiligten sind schon wegen Delikten mit Betäubungsmitteln auffällig geworden. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Durchsuchungen blieben ohne Ergebnis

Im Anschluss an die Sofortfahndung sollte auch noch eine Wohnung im Walter-Rudolphi-Weg überprüft werden. Man vermutete auch mehrere Kinder in der Wohnung und eventuell einen Tatbeteiligten mit Schusswaffe, was den Einsatz erschwerte. Aufgrund der unklaren Lage wurde dafür das SEK angefordert. Der Walter-Rudolphi-Weg wurde während des Einsatzes für Fußgänger und Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Durchsuchung brachte aber keine neuen Erkenntnisse. Auch die Durchsuchung einer Wohnung im nahe gelegenen Adolf-Köster-Damm am frühen Freitagabend soll ohne Ergebnis geblieben sein.