Hamburg

Streit zwischen zwei Familien: Schlägerei mit Kinderschaufel

Eine Kinderschaufel – eigentlich gedacht für die Kleinen zum Buddeln. Bei einer Schlägerei in Bergstedt nutzte ein Mann solch eine Schaufel jedoch als Schlagwaffe (Symbolbild).

Eine Kinderschaufel – eigentlich gedacht für die Kleinen zum Buddeln. Bei einer Schlägerei in Bergstedt nutzte ein Mann solch eine Schaufel jedoch als Schlagwaffe (Symbolbild).

Foto: picture alliance / blickwinkel/R. Schoenenberg

Tumultartige Szenen in Bergstedt. 56-Jähriger schlägt auf Minderjährigen ein. Verletzte werden nach Herkunft sortiert behandelt.

Hamburg. Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Familien, während der es zu tumultartigen Szenen kam, war den Streithähnen offenbar jedes (Kampf-)Mittel recht. Bei der Schlägerei am Montagabend in einer Flüchtlingsunterkunft in Bergstedt schlug ein 56-Jähriger einem Minderjährigen sogar mit einer Kinderschaufel auf den Kopf, wie Polizeisprecherin Nina Kaluza am Dienstag mitteilte. Insgesamt wurden drei Personen verletzt.

Gegen 20.30 Uhr wurden die Beamten in die Rodenbeker Straße alarmiert. Die Polizei rückte daraufhin mit neun Streifenwagen aus, um den Streit zwischen einer afghanischen und einer iranischen Familie zu schlichten. Nachdem die jeweiligen Familienmitglieder sich zunächst verbal lautstark auseinandergesetzt hatten, eskalierte die Situation schließlich. Bis zu 50 Personen waren nach Angaben der Polizei in die Schlägerei involviert.

Verletzte nach Familien sortiert in Kliniken

"Die eingesetzten Polizeibeamten konnten die Gruppen vor Ort trennen und die Lage beruhigen", sagte Polizeisprecherin Kaluza. Der 56-jährige Afghane, der mit der Kinderschaufel zugeschlagen hatte, und ein 18 Jahre alter Landsmann konnten als Haupttäter identifiziert und vorläufig wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung festgenommen werden. Später wurden die beiden Männer jedoch mangels Haftgründen von der Polizei entlassen.

Drei Personen erlitten leichte Verletzungen. Sie wurden mit Rettungswagen je nach Familienangehörigkeit in unterschiedliche Krankenhäuser transportiert. Die Ermittlungen dauern an.