Hamburg

SV Wilhelmsburg bangt nach Explosionen um den Spielbetrieb

Die Feuerwehr musste mehrere weitere Gasflaschen in Sicherheit bringen.

Die Feuerwehr musste mehrere weitere Gasflaschen in Sicherheit bringen.

Foto: dpa

Explodierende Gasflaschen beschädigen nicht nur den Rohbau des neuen Clubheims, sondern auch die Fußballplätze des Großvereins.

Hamburg. Es ist ein harter Schlag für den SV Wilhelmsburg, der mit seinen rund 1600 Mitgliedern der größte Sportverein der Elbinsel ist. Am späten Sonntagabend zerstörte ein Feuer den Rohbau für das neue Vereinsgebäude. Explodierende Gasflaschen schleuderten brennende Holzteile auf die angrenzenden Kunstrasenplätze der Fußballabteilung.

„Alle unsere Planungen sind über den Haufen geworfen“, sagt der Geschäftsführer des Sportvereins, Philip Wendt. Das Gebäude am Karl-Arnold-Ring mit einer Grundfläche von etwa 300 Quadratmetern soll nicht nur das neue Vereinsheim werden. Es soll auch Umkleideräume und im ersten Geschoss eine Bewegungshalle und das Vereinsbüro beherbergen. Schwer sind auch die Schäden an den Kunstrasenplätzen, auf die brennendes Holz geschleudert wurde. Der Belag ist geschmolzen. Zwei der drei Plätze sind nicht mehr bespielbar.

„Wir müssen sehen, wie es für unsere etwa 650 Fußballer weiter läuft und wie wir den Spiel- und Trainingsbetrieb organisieren“, so Wendt. Insgesamt rechnet er mit mindestens einem halben Jahr Verzögerung beim Bau. „Das Gebäude, das Fundament und auch die verschmorten Zuleitungen müssen abgerissen und neu gebaut werden“, so Wendt.

70 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden vor Ort

Das Feuer selbst war aus ungeklärter Ursache am Sonntagabend ausgebrochen. Die Flammen hatten sich schnell ausgebreitet, wohl auch, weil das Gebäude zu einem großen Teil aus Holz besteht. Über 70 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden vor Ort.

Gefährlich war der Einsatz für die Feuerwehrleute, weil sich in dem brennenden Rohbau mehrere Gasflaschen befanden. Drei von ihnen explodierten in einem großen Feuerball in der Nähe von Einsatzkräften, die gerade beim Löschen waren. Aber niemand wurde bei diesem gefährlichen Einsatz verletzt.

Wie das Feuer entstand, war zunächst unklar. Die Polizei hat den Brandort als Tatort beschlagnahmt. Die Ermittlungen werden Spezialisten vom Landeskriminalamt (LKA 45) führen. Sie rückten am Montag zur Spurensicherung aus.