Hamburg

Dreijähriger fällt im S-Bahnhof Jungfernstieg ins Gleisbett

Der kleine Junge rutschte aus Kinderwagen und zwischen S-Bahn und Bahnsteig. Passanten und Fahrgäste reagierten blitzschnell.

Hamburg. Ein drei Jahre alter Junge ist am Sonnabendabend laut Bundespolizei am S-Bahnhof Jungfernstieg zwischen einen S-Bahnzug der Linie 1 und den Bahnsteig gerutscht. Das Kleinkind blieb unverletzt. Ein Rettungswagen war vor Ort, um das Kind zu versorgen. Der S-Bahnbetrieb im Citytunnel war vorübergehend beeinträchtigt.

Der Unfall passierte gegen 18.45 Uhr, als die Eltern ihren kleinen Sohn, der in einer Kinderkarre saß, in einen S-Bahn-Waggon der Linie 1 Fahrtrichtung Richtung Blankenese schieben wollten. Dabei habe sich der Kinderwagen verkantet und sei in Schräglage geraten. "Der Junge ist aus der Karre gerutscht und zwischen S-Bahn und Bahnsteig gefallen", sagte ein Sprecher der Bundespolizei Hamburg. Passanten seien sofort zur Hilfe geeilt und hätten das Kind auf den Bahnsteig gezogen. In der S-Bahn zog ein Fahrgast geistesgegenwärtig die Notbremse, so dass der Fahrer die S-Bahn nicht starten konnte.

Bundespolizei warnt vor Gefahren an Bahnanlagen

Der kleine Junge wurde in einem Rettungswagen vor Ort untersucht. Er blieb unverletzt, musste nicht ins Krankenhaus und konnte bei seiner Mutter (37) und seinem Vater (36) bleiben.

Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg erneut vor den Gefahren an Bahnanlagen. "Die Stromschienen an den S-Bahngleisen führen 1200 Volt Gleichstrom", so Bundespolizeisprecher Thomas Hippler. "Eine Berührung ist lebensgefährlich."