Hamburg

Serientäter überfällt zwei Spielhallen und einen Kiosk

Ein Mann geht in der Nacht auf Raubzug durch den Bezirk Eimsbüttel. Erfolg hat er erst im dritten Anlauf. Die Polizei sucht Zeugen.

Hamburg. Innerhalb von etwas mehr als einer Stunde ist es in der Nacht zum Montag im Bezirk Eimsbüttel zu einer Serie von drei Raubüberfällen gekommen – mutmaßlich durch denselben Täter. Nach Angaben der Polizei begann der bislang unbekannte Mann seinen Raubzug in Eidelstedt, wo er gegen 1.50 Uhr eine Spielhalle in der Lohkampstraße aufsuchte. Nachdem er dort an der Eingangstür geklingelt hatte, wurde ihm durch eine Angestellte geöffnet. Unvermittelt griff der Mann die 62-Jährige an, schlug ihr ins Gesicht und ergriff daraufhin die Flucht – allerdings ohne etwas erbeutet zu haben.

Gegen 2.30 Uhr wurde der Täter vor einer weiteren Spielothek in der Grelckstraße (Lokstedt) vorstellig. Diesmal drang er mit einem Messer bewaffnet ein und verlangte Geld, wobei er seiner Forderung mit einem Schlag auf den Tresen Nachdruck verlieh. Ohne Erfolg: Die Angestellte (58) konnte in einen Toilettenraum flüchten und sich dort einschließen. Immer noch ohne Beute, flüchtete der Mann über einen Parkplatz auf der Rückseite des Gebäudes.

Um kurz nach 3 Uhr unternahm er einen dritten Anlauf. Ein Kioskbetreiber im Stellinger Weg (Eimsbüttel) war gerade mit seiner Kasse beschäftigt, als der Täter eintrat und ihn mit vorgehaltenem Messer aufforderte, Geld herauszugeben. Der Kioskbetreiber händigte ihm daraufhin einen dreistelligen Betrag aus. Der Täter deponierte das Geld in einer weißen Tüte und ergriff die Flucht.

Polizei bittet um Hinweise zum Räuber

Die Polizei machte sich mit mehreren Fahrzeugen auf die Suche, doch die Fahndung verlief erfolglos. Jetzt hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung. Den unbekannten Täter beschreiben Augenzeugen so:

  • ca. 20 Jahre alt
  • ca. 180 cm groß
  • rasiertes Gesicht
  • dunkle Bomberjacke, schwarzer Kapuzenpulli, schwarze Hose

Wer Hinweise zum Täter geben kann oder verdächtige Beobachtungen gemacht hat, werde gebeten, sich unter der Rufnummer 040 4286-56789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.