Niedersachsen

19-Jähriger soll Baby zu Tode geschüttelt haben

Der kleine Sohn des Bruders starb am nächsten Tag im Krankenhaus. Der Verdächtige hat die Tat zugegeben.

Langelsheim. Ein junger Mann soll in Langelsheim am Harz den vier Monate alten Sohn seines Bruders zu Tode geschüttelt haben. Der 19-Jährige werde wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge dem Haftrichter vorgeführt, teilte die Polizei in Goslar am Donnerstag mit. Der Verdächtige habe die Tat bei der polizeilichen Vernehmung eingeräumt, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Der 19-Jährige hatte nach Angaben der Ermittler am 19. Juli auf die beiden Kinder seines älteren Bruders aufgepasst. Am Nachmittag habe er dann beim Rettungsdienst angerufen und diesen über den schlechten Gesundheitszustand des Säuglings informiert. Der kleine Junge war anschließend mit dem Hubschrauber in die Kinderklinik nach Hannover geflogen worden, wo er einen Tag später starb.

Die Obduktion habe ergeben, dass der Säugling als Folge einer Gewalteinwirkung gestorben ist, sagte der Polizeisprecher. Der aus Goslar stammende 19-Jährige, der zum Tatzeitpunkt in der Wohnung seines Bruders in Langelsheim lebte, wurde am Mittwoch festgenommen. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.