Hamburg

Feuer am Diamantgraben zerstört drei Motoryachten

Drei Sportboote wurden bei einem Feuer am Anleger im Diamantgraben zerstört.

Drei Sportboote wurden bei einem Feuer am Anleger im Diamantgraben zerstört.

Foto: Andre Zand-Vakili

Schwarze Rauchwolke an der Elbe. In Höhe Neuländer Hauptdeich war ein Feuer ausgebrochen. Löschboot im Einsatz.

Hamburg. Durch ein Feuer sind am Sonntagabend drei Sportboote am Anleger im Diamantgraben Höhe Neuländer Hauptdeich zerstört worden. Das Feuer war gegen 18.30 Uhr ausgebrochen. Die Einsatzzentrale gab Großalarm. Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, mehrere Freiwillige Feuerwehren, ein Kleinboot und ein Löschboot wurden in den Sportboothafen gerufen. Ihnen zeigte eine schwarze Rauchwolke den Weg.

Der Mann, der die Feuerwehr alarmiert hatte, versuchte zunächst, das Feuer mit einem Pulverlöscher zu bekämpfen – erfolglos. "Als die ersten Kräfte eintrafen, brannten drei Motoryachten, eines davon stand in Vollbrand. Der Steg, an dem die Boote festgemacht waren, stand in Flammen", teilte die Feuerwehr am Montagmorgen mit.

Löschangriff gestaltete sich schwierig

Die Wasserversorgung für den Löschangriff von Land habe sich zeitaufwendig und schwierig gestaltet, da der nächstgelegene Hydrant hinter dem Elbdeich lag und eine lang Wegstrecke aufgebaut werden musste. Das Löschboot 31 – die "Branddirektor Krüger" der Station Harburg – befand sich gerade in Fahrt auf der Elbe, hatte daher eine nur kurze Anfahrt zur Einsatzstelle und konnte schnell eingreifen. Durch den am Bug montierten Wasserwerfer wurde eine erste Brandbekämpfung eingeleitet und eine Riegelstellung zu nicht betroffenen Booten errichtet. Nur durch den schnellen Einsatz des Löschbootes, das einen geringen Tiefgang hat, konnte eine Brandausbreitung auf weitere Motorboote erfolgreich verhindert werden.

Ein Boot musste verholt werden, damit man es überhaupt erreichen und vollständig ablöschen konnte. Nachdem alle drei Boote vollständig gelöscht waren, wurden mithilfe des Löschbootes und eines Kleinbootes Ölschlängel im Sportboothafen ausgebracht, damit eventuell austretende Öle und Kraftstoffe nicht die Elbe verschmutzen. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Menschen waren durch das Feuer nicht verletzt worden