Hamburg

Drogenschulden: 26-Jähriger am Lohbrügger Markt erschossen

Am Lohbrügger Markt wurde ein Mann erschossen. Die Polizei hat den Tatort abgesperrt.

Am Lohbrügger Markt wurde ein Mann erschossen. Die Polizei hat den Tatort abgesperrt.

Foto: Michael Arning

28 Jahre alter Tatverdächtiger stellt sich mit Waffe, Haftbefehl erlassen. Zwei zunächst festgenommene Männer kamen wieder frei.

Hamburg. Ein 26 Jahre alter Mann ist am Donnerstagabend am Lohbrügger Markt durch mehrere Schüsse tödlich verletzt worden. Inzwischen hat sich der mutmaßliche Schütze, der 28-jährige Salman A., der Polizei gestellt. Auch die Tatwaffe wurde sichergestellt. Hintergrund der Tat sollen nach Informationen des Abendblattes Drogenschulden gewesen sein. Am Freitag wurde Haftbefehl gegen Salman A. erlassen. Es bestehe der Tatverdacht des Totschlags, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Nach Angaben eines Polizeisprechers war das Opfer zunächst mit zwei Russen im Alter von 41 und 43 Jahren unterwegs. Zeugen sollen gegen 19 Uhr einen Streit zwischen der Gruppe des Opfers und dem Täter beobachtet haben. Dann seien zwei bis drei Schüsse gefallen. Feuerwehrleute und Passanten versuchten noch, das Leben des Mannes zu retten und begannen mit der Wiederbelebung.

Ein alarmierter Notarzt und Sanitäter übernahmen die Reanimation, doch es war zu spät: Das Opfer starb noch auf der Straße nur gut 50 Meter von der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Lohbrügge entfernt. Die Mordkommission ermittelt.

Polizeihubschrauber "Libelle" im Einsatz

In unmittelbarer Nähe des Tatortes wurden die beiden Begleiter des Opfers zunächst vorläufig festgenommen. Der Polizeihubschrauber "Libelle" kreiste in der Luft über Bergedorf, während Beamte mit mehreren Streifenwagen nach dem dritten Mann fahndeten.

Am späten Donnerstagabend stellte sich der mutmaßliche Täter der Polizei. Die 41 und 43 Jahre alten Russen wurden freigelassen, da keine Haftgründe vorlagen. Die Ermittlungen zum genauen Hergang der Tat dauern jedoch an.

Die Polizei bittet Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder weitere Angaben machen können, sich unter der Rufnummer 4286-56789 oder in einer Polizeidienststelle zu melden.