Zeugenaufruf

Anschlag: Sylt-Zug rauscht mit 100 km/h über Betonplatten

Die Unbekannten platzierten Betonplatten auf den Gleisen der Bahnstrecke.

Die Unbekannten platzierten Betonplatten auf den Gleisen der Bahnstrecke.

Foto: Bundespolizei

Unbekannte legen auf der Bahnstrecke Hamburg-Sylt kurz hintereinander mehrere Betonplatten auf die Gleise. Die Bundespolizei ermittelt.

Struckum/Hamburg. Schreck für Bahnreisende auf der Strecke Hamburg-Sylt: Unbekannte haben in Struckum (Kreis Nordfriesland) mehrere Betonplatten auf die Gleise gelegt und damit einen Zug zum Stehen gebracht.

Der Regionalexpress war am Montagnachmittag mit über 100 Kilometern pro Stunde in Richtung Sylt unterwegs, als die Fahrgäste einen lauten Knall hörten, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Nun wird gegen Unbekannt ermittelt.

Der Zug überfuhr die Platten und nahm Schaden. Der Zugführer stoppte sofort und setzte einen Notruf ab. Daraufhin wurde der Zugverkehr eingestellt und die Bundespolizei alarmiert.

Zug hätte durch Betonplatten entgleisen können

Bis die Bundespolizei an der Eisenbahnbrücke eintraf, legten die Täter weitere Betonplatten auf die Gleise und flüchteten. Diese Platten hätten den Zug beim Überfahren schwer beschädigt oder ihn sogar entgleisen lassen können, sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Die Beamten bitten um Hinweise aus der Bevölkerung: Wer im Bereich der Eisenbahnbrücke an der Brückenstraße in Struckum am Montag zwischen 14.30 und 15.10 verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich mit der Bundespolizei unter Telefon 0461/ 31 320 in Verbindung zu setzen.