Mehrfamilienhaus

Dachstuhlbrand in Wandsbek – 21 Menschen gerettet

Dramatischer Einsatz der Feuerwehr: Die Flammen schlugen sieben Meter hoch. Mehrfamilienhaus ist vorerst unbewohnbar.

Hamburg. In Wandsbek hat der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses gebrannt. Bei dem Einsatz in der Nacht zum Donnerstag rettete die Feuerwehr 21 Menschen aus dem Gebäude in der Lomerstraße, sagte ein Sprecher. Verletzt wurde niemand. Auch das Nachbarhaus wurde aus Sicherheitsgründen evakuiert. Gegen 4.30 Uhr war das Feuer gelöscht.

Fast 100 Feuerwehrleute waren seit 0.34 Uhr am Brandort im Einsatz gewesen. Die Situation war zeitweilig dramatisch. Durch den dicht bewachsenen Baumbestand in der engen Wohnstraße konnten die Retter nur schwer an den Brand herankommen, ein nahegelegener Hydrant war zudem durch einen parkenden Pkw blockiert.

Sieben Meter hohe Flammen

Die Flammen schlugen zeitweilig bis zu sieben Meter hoch in den Nachthimmel. Um die Menschen rechtzeitig aus ihren Wohnungen zu bekommen, mussten die Retter teilweise die Türen gewaltsam öffnen. Laut NDR 90,3 sollen dabei auch Äxte verwendet worden sein.

Ein Feuerwehrmann erlitt im Einsatz eine Dehydrierung. Er wurde vor Ort von Rettungskräften behandelt. Die Einsatzkräfte betreuten die Geretteten in bereitgestellten HVV-Bussen. Elf der 21 Geretteten waren dort noch am frühen Morgen, die anderen waren bei Freunden und Verwandten untergekommen.

Bewohner müssen in Hotels

Die Bewohner des Nachbarhauses konnten am Morgen wieder zurück in ihre Wohnungen, das Brandhaus ist hingegen vorerst unbewohnbar. Der Eigentümer kündigte an, die Bewohner bis auf Weiteres in Hotels unterzubringen. Auch das Bezirksamt organisierte eine Notunterbringung.