Hamburg

Motorrad fährt 129 km/h zu schnell: Maschine eingezogen

Der 22 Jahre alte Verkehrssünder raste über die A7 und die A23 in Hamburg. Nun wurde der junge Mann enteignet.

Hamburg. Wegen einer halsbrecherischen Fahrt über die Autobahn nach Pinneberg hat das Amtsgericht Hamburg das Motorrad eines 22-Jährigen eingezogen. Der junge Mann sei am 14. November vergangenen Jahres von Hamburg-Schnelsen aus über die A7 und die A23 gerast, habe Autos rechts überholt und an der Autobahnabfahrt noch eine rote Ampel missachtet, teilte ein Gerichtssprecher am Montag mit.

Das Amtsgericht verhängte wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 40 Euro und zog neben dem Motorrad auch die Fahrerlaubnis ein. Der junge Mann habe Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, ihn dann aber zurückgezogen, so dass die Entscheidung Anfang April rechtskräftig wurde.

Mit Tempo 226 bei erlaubten 100

Laut der "Mopo" raste der 22-Jährige mit seinem Motorradmodell "Streetfighter" mit Tempo 226 über die Autobahn, bei erlaubten 100. Innerorts sei er noch 129 Kilometer pro Stunde schnell gewesen, bevor die Polizei ihn gestoppt habe. Die rechtliche Möglichkeit, Fahrzeuge von Rasern einzuziehen, gibt es erst seit Oktober 2017. Sie müssen dafür nicht an einem illegalen Rennen teilgenommen haben, eine Fahrweise dieser Art genügt.

Ob der neue Paragraf nun das erste Mal in Hamburg angewendet wurde, ist nicht ganz klar. Es sei aber sicherlich einer der ersten Fälle, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.