Dammtor

Hamburger Judo-Kämpfer ein Jahr nach Mordversuch verhaftet

Der Mann soll auf St. Pauli einen 25-Jährigen mit einem Messer attackiert haben. Es folgte eine europaweite Suche.

Hamburg. In diesem Fall hat die Hamburger Polizei einen langen Atem bewiesen. Mehr als ein Jahr haben Zielfahnder der Mordkommission nach einem 23-jährigen Tatverdächtigen gesucht. Jetzt haben sie ihn festnehmen lassen. Ihm wird vorgeworfen, Heiligabend 2017 einen 25-Jährigen in Hamburg mit einem Messer attackiert zu haben. Nun wurde er bei seiner Einreise am Flughafen Hannover verhaftet. Nach Abendblatt-Informationen handelt es sich um einen ehemaligen Deutschen Judomeister.

Die Tat soll sich schon am 24. Dezember 2017 gegen 6 Uhr auf dem Dag-Hammarskjöld-Platz auf St. Pauli abgespielt haben. Nach Polizeiangaben waren die beiden Kontrahenten zunächst körperlich aneinander geraten, dann getrennte Wege gegangen. Doch der 23-Jährige sei zurückgekehrt und habe "zielgerichtet auf den Geschädigten eingestochen", ihn lebensgefährlich am Hals verletzt.

Europäischer Haftbefehl

Der Tatverdächtige habe sich zeitweise in Serbien aufgehalten, wie die umfangreichen Ermittlungen des Landeskriminalamtes ergaben. Durch die Staatsanwaltschaft Hamburg wurde ein europäischer Haftbefehl erwirkt und die Zielfahndung eingeschaltet.

Wie die Polizei jetzt mitteilt, sei der Zugriff schon am 16. Januar erfolgt. Bei der "Einreise in das Bundesgebiet" sei der Tatverdächtige in Hannover verhaftet und befindet sich seitdem in der Untersuchungshaft in Hamburg.