Hamburg

SEK-Einsatz: Straftäter flieht aus geschlossener Psychiatrie

Die Beamten bringen den geflohenen Mann aus dem Haus.

Die Beamten bringen den geflohenen Mann aus dem Haus.

Foto: Michael Arning

In Schnelsen rückt ein Sondereinsatzkommando der Polizei an. Ein entflohener Straftäter hat sich in einem Haus verschanzt.

Hamburg. Etliche Polizeiwagen rasen durch Schnelsen, die Feuerwehr stößt dazu und ein Sondereinsatzkommando macht sich bereit: Am Donnerstagabend war die Polizei alarmiert worden, weil ein Straftäter aus der geschlossenen Psychiatrie ausgebrochen war und sich nun, in einem Haus verschanzt, selber in Gefahr gebracht hatte. "Der Mann hatte einen Gegenstand dabei, mit dem er sich selbst zu verletzen drohte", sagte ein Polizeisprecher über den Einsatz.

In der Straße Wogemannsburg war der 50-Jährige gegen 19 Uhr in ein Haus eingedrungen, nachdem er aus dem Albertinen-Krankenhaus ausgebrochen war, vermutlich durch eine eingeschlagene Scheibe. Zuvor hatte er in ein anderes Einfamilienhaus einbrechen wollen.

Straße für den Verkehr gesperrt

Die Straße wurde gesperrt, als das Sondereinsatzkommando den Zugriff einleitete. Als der Mann mit einer Blendgranate abgelenkt werden sollte, geriet ein Stuhl in Brand.

Die Einsatzkräfte beförderten das Möbel aus dem Fenster. Wenig später brachten sie den Mann liegend aus dem Haus. Gegen 21 Uhr war der Einsatz beendet.

Der Mann wurde zurück in das Albertinen-Krankenhaus gebracht. Anwohner waren offenbar nicht in Gefahr – in dem Haus, in dem sich der psychisch auffällige Mann verschanzt hatte, befand sich zu der Zeit niemand.