Wellingsbüttel

Kinder im Auto nicht gesichert – vier Verletzte

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Bei einem Unfall in Wellingsbüttel krachten zwei Autos frontal ineinander. 18-jährige Fahrerin muss Bußgeld zahlen.

Hamburg.  Drei Kinder im Auto und keinen Kindersitz: Leichtsinn hat offenbar dazu geführt, dass zwei der drei Mädchen schwerer verletzt wurden. Den Wagen hatte eine 18-Jährige gesteuert. Es besteht außerdem der Verdacht, dass die Fahranfängerin zum Unfallzeitpunkt als einzige in dem Wagen angeschnallt war.

Es soll eine größere Feier in der City-Nord gewesen sein, auf der die 18-Jährige und die drei Kinder am Freitagabend gewesen sein sollen. Weil noch weiter bis in die Nacht gefeiert werden sollte, brachte die 18-Jährige die zwei zehn- und ein siebenjähriges Mädchen mit dem Audi A3 ihres Vaters nach Hause.

Der größte Teil der Strecke war bereits geschafft, als es gegen 21.15 Uhr zu dem Unfall kam. Als die 18-Jährige ein auf der Fahrbahn abgestellten Wagen überholen wollte, übersah sie offenbar einen entgegenkommenden 1er BMW. Die Fahrzeuge stießen frontal zusammen. Eine 71-Jährige, die mit einem 3er BMW hinter dem 1er unterwegs war, fuhr in die Unfallstelle.

Mädchen war auf der Rückbank eingeklemmt

Die Feuerwehr rückte mit einem größeren Aufgebot aus. Eines der beiden zehn Jahre alten Mädchen war auf der Rückbank eingeklemmt. Sie hatte einen Knochenbruch im Hüftbereich und Kopfverletzungen erlitten. „Sie lag verdreht auf der Rückbank“, so ein Feuerwehrmann. Die Einsatzkräfte konnten sie befreien. Mit einem Rettungswagen kam das Kind ins Krankenhaus. Auch die zehn Jahre alte Schwester der Fahrerin, das Kind hatte auf dem Beifahrersitz gesessen, erlitt Verletzungen. Die waren leichter. Trotzdem wurde das Mädchen stationär im Krankenhaus aufgenommen. Das dritte Kind, eine Siebenjährige, die hinten rechts gesessen hatte, blieb bei dem Unfall unverletzt. Leicht wurden auch die Unfallfahrerin und die Fahrerin (44) des entgegenkommenden 1er BMW verletzt.

Kindersitze haben "elementare Bedeutung"

Kindersitze sind seit 1993 Pflicht. Die Straßenverkehrsordnung regelt, dass Kinder unter zwölf Jahre und unter einer Größe von 1,50 Metern nur in Auto mitfahren dürfen, wenn sie einen Kindersitz benutzen. Verantwortlich sind dafür die Eltern und insbesondere der Fahrer. Im konkreten Fall ist es die 18-Jährige. Ihr drohen jetzt wegen der fehlenden Kindersitze ein Bußgeld von 70 Euro und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

„Kindersitze haben eine elementare Bedeutung bei der Sicherheit“, sagt ein Beamter. „Das Risiko von körperlichen Schäden wird bei einem Verkehrsunfall durch einen Kindersitz deutlich reduziert.“ Trotzdem werden immer wieder Kinder ohne ausreichende Sicherung in Autos mitgenommen. Für 2016 weist die Statistik der Hamburger Polizei 120 Verkehrsunfälle aus, bei denen Kinder als Mitfahrer in Fahrzeugen verletzt wurden.

( zv )

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