Polizei

Einsatz in Groß Flottbek: MEK nimmt falschen Mann fest

Die Polizei hat an der Ebertallee eine Wohnung gestürmt. Der Festgenommene war nicht der Gesuchte, aber auch polizeibekannt.

Hamburg. Das Mobile Einsatzkommando der Polizei ist am Dienstagabend gegen 20 Uhr an die Ebertallee nach Groß Flottbek ausgerückt. In einer Wohnung im ersten Stock überraschten die Polizisten einen vermeintlichen Gewalttäter und nahmen ihn mit. Die Festnahme stellte sich jedoch auf dem Kommissariat als Irrtum heraus: Bei dem Mann handelt es sich nach Angaben eines Polizeisprechers nicht um den gesuchten Gewalttäter. Die Männer hätten nur "extreme Ähnlichkeit miteinander". Das und weitere "Hinweise" hätten zu der Festnahme geführt.

Dabei hatte das MEK im Vorfeld des Einsatzes das Umfeld genau gecheckt, wie das Abendblatt eruhr. Unabhängige Zeugen wurden befragt, alles deutete darauf hin, dass der gesuchte Kriminelle sich wieder in der Wohnung aufhält, obwohl er abgeschoben worden war. Er war zuletzt auch im Besitz von scharfen Waffen.

Tatsächlich Gesuchter wohl auch in Deutschland

Der zu Unrecht Verdächtigte wurde inzwischen wieder freigelassen. Allerdings ist auch er "polizeibekannt". Bei dem tatsächlich Gesuchten handelt es sich um einen als gewalttätig geltenden Mann, gegen den ein Einreiseverbot für Deutschland besteht. "Wir gehen davon aus, dass sich der Mann dennoch in Deutschland aufhält", sagte der Polizeisprecher.