Lokstedt

Polizei ermittelt nach Unfall mit Familienauto gegen Raser

Am Sonntagabend sind bei einem schweren Verkehrsunfall am Loksteder Steindamm fünf Personen verletzt worden, darunter zwei Kleinkinder.

Hamburg. Bei einem schweren Auffahrunfall sind am Sonntagabend in Lokstedt fünf Personen verletzt worden, darunter zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Kurz nach dem Geschehen gab es Anzeichen dafür, dass ein illegales Autorennen zwischen dem Verursacher und einem weiteren Wagen Ursache des Unfalls war. Dieser Verdacht erhärtete sich jedoch nicht. Nach Angaben des polizeilichen Lagedienstes war der Unfallverursacher aber mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.

Der 34 Jahre alte Fahrer eines Audi A7 fuhr gegen 18.45 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen des Lokstedter Steindamms stadteinwärts. Der ihm vorausfahrende Familienvater, 39, bemerkte den Audi und wollte diesem mit seinem VW Touran Platz machen. Nach Angaben der Polizei lag es vermutlich an der zu hohen Geschwindigkeit des Audi, dass es dennoch zum Zusammenstoß kam.

Familienauto überschlug sich mehrmals

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug des Familienvaters von der Straße abgedrängt, hob ab, überschlug sich mehrmals und blieb auf dem Dach liegen. Die beiden 39 Jahre alten Erwachsenen und die Kinder erlitten Prellungen und wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch eine 25-Jährige, die auf dem Beifahrersitz des Audi saß, kam in die Klinik: Sie hatte bei dem Unfall einen Schock erlitten.

Der 34-Jährige blieb unverletzt. Gegen ihn wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die Polizei beschlagnahmte den Führerschein des Mannes und stellte beide Autos sicher, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Der Lokstedter Steindamm wurde in Fahrtrichtung Innenstadt zeitweise vollständig gesperrt.