Hamburg

Feuer in Flüchtlingsheim: Polizei vermutet Brandstiftung

In der Erstaufnahmeeinrichtung hatten Matratzen gebrannt. 300 Menschen mussten die Einrichtung verlassen.

Nach einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft an der Osterade im Hamburger Stadtteil Lohbrügge geht die Polizei von fahrlässiger Brandstiftung aus. Rund 530 Menschen mussten am Dienstagabend aus der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung gebracht werden, weil dort mehrere Matratzen brannten, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte.

Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, die Unterkunft war jedoch zunächst nicht bewohnbar. Die Menschen haben die Nacht in Aufenthaltsräumen verbracht. Am Mittwoch wurden 120 der insgesamt rund 530 Bewohner in die Erstaufnahmen Papenreye und Rugenbarg verlegt.

Wohl kein fremdenfeindliches Motiv

Hinweise auf ein fremdenfeindliches Motiv gebe es nicht, sagte ein Polizeisprecher. Die rund 530 Bewohner der Einrichtung wurden in angrenzenden Gebäuden auf dem gleichen Gelände untergebracht. Zwei Hallen seien durch das Feuer vollkommen verraucht und wurden durchgelüftet.

Der Brandort wurde bis auf weiteres beschlagnahmt und soll im Laufe des Tages von Brandermittlern untersucht werden. Wie hoch der Schaden war, stand zunächst nicht fest.