Poppenbüttel

Feuer in Kita: Gebäude eine Woche nicht nutzbar

Der Betreiber will ab Dienstag eine Notbetreuung in umliegenden Einrichtungen anbieten. Brandursache war ein technischer Defekt.

Hamburg. Nachdem in der Nacht zu Freitag ein Feuer in der Kindertagesstätte "Löwenzahn" in Poppenbüttel ausgebrochen war, muss der Betreiber nun rund 120 Kinder anderswo unterbringen. Das beschädigte Gebäude könne möglicherweise Montag in einer Woche wieder eingeschränkt genutzt werden, sagte Annika Hansen, Sprecherin der Arbeiterwohlfahrt (Awo), die die Kita betreibt.

Die Awo-Kita "Löwenzahn" am Tegelsbarg befindet sich in einem Gebäude neben der Grundschule Müssenredder. Der Schaden ist groß. "Das Gebäude kann aktuell nicht genutzt werden", sagte auch Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger.

Eltern werden am Montag informiert

Die meisten Eltern hatten nach Angaben der Sprecherin erst am Freitagmorgen von dem Vorfall erfahren, als sie ihre Kinder in die Kita bringen wollten. Der Betreiber will die Eltern am Montag darüber informieren, wo und in welcher Art die Betreuung der Kinder während der nötigen Sanierungsarbeiten fortgesetzt werden kann.

"Wir wollen ab Dienstag eine Notbetreuung anbieten. Der Plan ist, die Kinder auf zwei unserer Kitas in der Umgebung in Poppenbüttel zu verteilen sowie auf das angrenzende Eltern-Kind-Zentrum. Möglicherweise können wir auch mit den gewohnten Erziehern eine Betreuung in Räumen der Schule anbieten", sagte Awo-Sprecherin Annika Hansen. In der kommenden Woche werde sich dann zeigen, ab wann die Kita tatsächlich den Betrieb in ihrem eigenen Gebäude wieder aufnehmen könne.

Die Feuerwehr löschte sieben Stunden lang

Die Feuerwehr wurde in der Nacht zu Freitag gegen 3.40 Uhr zum Tegelsbarg gerufen. Das Feuer war im ersten Obergeschoss und im Dachstuhl des Gebäudes ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. 62 Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten an und versuchten zum Teil, das Feuer unter Atemschutz aus dem Gebäude heraus zu löschen. Seit etwa 10.45 Uhr sind die Nachlösch- und Aufräumarbeiten laut Jan Ole Unger beendet. Danach führte die Feuerwehr noch eine Brandstellenkontrolle durch, um unter anderem mit Hilfe von Wärmebildkameras sicherzustellen, dass das Feuer vollständig gelöscht ist.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich nach Angaben der Feuerwehr aufgrund der verschachtelten Bauweise des Hauses schwierig. Dennoch habe man verhindern können, dass sich das Feuer auf eine angrenzende Turnhalle ausbreite. Die Ursache für den Brand ist nach Angaben einer Polizeisprecherin vom Freitagnachmittag ein technischer Defekt, der in einer Küche im Dachgeschoss des Gebäudes auftrat.