Autobahn A 39

Fahrer erschreckt: Fünf junge Betrunkene überschlagen sich

Der VW Polo blieb nach dem Unfall auf der A 39 auf dem Dach liegen

Der VW Polo blieb nach dem Unfall auf der A 39 auf dem Dach liegen

Foto: Polizei Winsen

Dramatischer Unfall zwischen Lüneburg und Hamburg: Beifahrer erschreckt Fahrer, Polo mit Betrunkenen überschlägt sich. Einer flieht.

Lüneburg/Hamburg. Es ist der Albtraum für Väter und Mütter, deren Kinder nachts auf Party-Tour mit dem Auto unterwegs sind: Fünf junge, offensichtlich alkoholisierte Leute haben sich wenige Tage vor Ostern in der Nacht zu Donnerstag auf der Autobahn A 39 zwischen Lüneburg und Hamburg mit ihrem VW Polo überschlagen und wurden schwer verletzt.

Der Unfall geschah nach Polizeiangaben gegen 0.40 Uhr zwischen Lüneburg-Nord und dem Handorfer Dreieck und spielte sich dramatisch ab. Denn die jungen Leute zwischen 21 und 25 Jahren waren nach ersten Erkenntnissen nicht angeschnallt. Der Besitzer, der das Auto fuhr, soll das Lenkrad verrissen haben, als der Beifahrer, 24, sich plötzlich erschreckte. Nach dem Schleudern über die Autobahn kam der Polo von der Fahrbahn ab und überschlug sich.

Die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr Bardowick, die den Rettungsdienst unterstützten, holten vier Schwerverletzte aus dem Polo, der auf dem Dach lag. Der Beifahrer, mutmaßlicher Unfallauslöser, war bereits im Dunkeln verschwunden. Doch man fand ihn schnell und konnte ihn medizinisch versorgen.

Die Verletzten kamen in Krankenhäuser, während die Polizisten bei der Atemalkoholmessung des Fahrers einen Wert von über einem Promille feststellten. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Er muss sich wegen Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässiger Körperverletzung strafrechtlich verantworten. Der Schaden liegt bei geschätzten 10.000 Euro.