Hamburg

20 Streifenwagen rücken zu Flüchtlingsunterkünften aus

In gleich zwei Unterkünften für Flüchtlinge gerieten Bewohner in Streit. Ein 24-Jähriger verletzte seinen Kontrahenten mit einem Messer.

Hamburg.  Zwei Mal musste die Polizei am Donnerstagbend zu Flüchtlingsunterkünften ausrücken, wo Männer in Streit geraten waren. Dabei wurden zwei Bewohner verletzt.

In der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung an der Niendorfer Straße attackierte ein 24-Jähriger am frühen Donnerstagabend einen 21-Jährigen mit einem Messer. Der Täter versuchte dem 21-Jährigen, mit dem er sich bislang ein Zimmer teilte, in den Oberkörper zu stechen. Anschließend verletzte der 24-Jährige seinen Kontrahenten mit seiner Waffe an den Augenbrauen.

Bewohner greift Opfer mit Bierflasche an

Neun Streifenwagen rückten zu der Erstaufnahmeeinrichtung aus. Das Opfer wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Später wurde er in einer anderen Einrichtung untergebracht.

Einige Stunden später eskalierte in einer Flüchtlingsunterkunft am Holstenhofweg in Tonndorf ein Streit zwischen einem 20-Jährigen und 41-Jährigen. Der stark alkoholisierte 41-Jährige schlug seinem Opfer eine Bierflasche auf den Kopf, sodass dieser eine Platzwunde erlitt. Der junge Mann musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Tatverdächtige wurde nach der Ausnüchterung aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Da der Einsatz unter dem Rubrum „Schlägerei, mindestens ein Beteiligter mit Messer bewaffnet!“ aufgelaufen war, setzte die Polizei elf Funkstreifenwagen für diesen Einsatz ein. Vor Ort stellte sich heraus, dass bei dem Streit kein Messer im Spiel war.