Mutter verweigert Herausgabe ihres dehydrierten Säuglings

Lohbrügge. Ihr Baby befand sich in großer Gefahr, war völlig dehydriert. Dennoch weigerte sich die Mutter eines erst 15 Tage alten Säuglings, ihr Baby den Rettungskräften zu übergeben. Die Feuerwehr konnte den Säugling nur mit Unterstützung der Polizei ins Krankenhaus bringen. Am Donnerstagnachmittag war die Feuerwehr alarmiert worden. Der Notarzt stellte nach der Ankunft in einer Wohnsiedlung am Boberger Anger rasch fest, dass der kleine Junge wegen mangelnder Flüssigkeitsaufnahme ausgetrocknet war und ordnete umgehend eine Beobachtung im Krankenhaus Wilhelmstift an.

Als die Retter das Kind vorschriftsmäßig im Kindersitz des Rettungswagens anschnallen wollten, eskalierte die Situation plötzlich: Die Mutter beschimpfte die Rettungskräfte und klammerte sich an den Säugling.

Erst den herbeigerufenen Polizeibeamten gelang es, das Baby und seine Mutter voneinander zu trennen. Sie mussten der 26-Jährigen sogar Handschellen anlegen. Danach kam die junge Mutter in die Psychiatrie.

Begleitet von seinem Vater wurde der Säugling ins Kinderkrankenhaus Wilhelmstift gebracht.