Polizei vernimmt Tatverdächtigen nach zwei Bränden in Eimsbüttel

Eimsbüttel. Die Bilder glichen sich: Mit einer Drehleiter mussten Bewohner des Wohnhauses am Langenfelder Damm 40 aus den oberen Stockwerken gerettet werden. Sie konnten das Haus nicht verlassen, ohne eine Rauchgasvergiftung zu riskieren. Dichter Qualm durchzog den Flur. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von nur zehn Tagen, am Sonnabend vor zwei Wochen und am Mittwochabend, schlugen Flammen aus dem Keller des Altbaus. Drei Menschen kamen ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt. Sie geht von Brandstiftung aus, hat möglicherweise eine heiße Spur: Ein Bewohner des Hauses wurde gestern festgenommen. Er gilt als tatverdächtig. Ob er die Brände gelegt hat, ist aber noch nicht bewiesen. Die Vernehmung dauerte gestern an."Der Tatverdacht konnte noch nicht erhärtet werden", sagte Polizeisprecherin Karina Sadowsky.

Betroffen von den mutmaßlichen Brandlegungen sind nicht nur die Mieter, sondern auch die Betreiber einer Zahnreinigungspraxis und des bekannten Kakao Kontors. Sie leiden unter den Ausfällen. "Meine Praxis konnte ich nur sporadisch öffnen", sagt Suna Haar, 37, Betreiberin von MundGerecht. Schon zum zweiten Mal mussten ihre Räume im Erdgeschoss grundgereinigt werden. "Wir haben massiven materiellen Schaden erlitten, drei Wochen Geschäftsausfall", sagt André Montaldo-Ventsam vom Kakao Kontor. "Alle Vorräte mussten weggeschmissen werden."