Schwangere 18-Jährige verlässt Klinik nach Messer-Attacke

Wilstorf. Die im sechsten Monat schwangere Lara A., die Anfang der Woche Opfer einer Messerattacke wurde, wird das Wochenende im Kreis ihrer Familie verbringen können. Nach Informationen des Abendblatts ist die junge Frau am Freitag aus der Asklepios-Klinik Harburg entlassen worden. Die werdende Mutter ist wohlauf und hat die Ereignisse der vergangenen Tage körperlich offenbar verhältnismäßig gut überstanden.

Die mutmaßliche Täterin, die zwei Tage lang auf der Flucht war, bevor sie sich am Donnerstagnachmittag im Polizeipräsidium stellte, machte keine Aussagen zu dem Fall. Die 19-Jährige wurde noch am Abend ins Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis gebracht, wo sie voraussichtlich bis zu ihrem Prozess bleiben wird. Jennifer B. muss sich wegen versuchter Tötung verantworten.

Die Polizei glaubt, dass die 19-Jährige auf einem Spielplatz an der Winsener Straße mehrfach mit einem Steakmesser auf Lara A. eingestochen hatte. Die Schwangere erlitt eine fünf Zentimeter tiefe Stichwunde an der Hüfte und eine Schnittwunde am Hals. Die Schwerverletzte kam in ein Krankenhaus und wurde notoperiert. Jennifer B., bisher eine Freundin von Lara A., rannte weg und versteckte sich mehrere Tage vor der Polizei, die mit einem Haftbefehl nach ihr suchte.

Gerüchten aus ihrem Umfeld zufolge war es zu dem Streit gekommen, weil Jennifer B. die Schwangerschaft von Lara A. an deren Vater verraten haben soll. Die Polizei bestätigt dies nicht.