Betrunkener bricht erst in Haus ein, dann ins Eis

Winterhude. Wahrscheinlich war es Übermut, der ihn zum Einbrecher werden ließ. Nachdem er sich auf einer Weihnachtsfeier 1,96 Promille angetrunken hatte, schmiss ein 31-jähriger Mann am frühen Freitagmorgen die Glastür eines Wintergartens am Leinpfad ein. Er verletzte sich schwer beim Versuch, die Tür dann zu öffnen. Als der aufgeschreckte Hausbesitzer ihn fragte, wer er sei, nannte der Mann seinen vollen Namen, flüchtete auf den Alsterzulauf - und brach in das Eis ein. Während die Polizei sich auf den Weg machte, gelang es ihm, sich zu befreien und mit einem Taxi in seine Eppendorfer Wohnung zu flüchten. Der Fahrer allerdings bemerkte, dass der Gast stark blutete und rief ebenfalls die Polizei. Das rettete ihm das Leben. "Hätten unsere Kollegen keinen Rettungswagen gerufen, dann wäre er vermutlich verblutet", sagte eine Polizeisprecherin. Im Krankenhaus, in dem er nun ein paar Tage bleiben muss, gab der 31-Jährige sich peinlichst berührt. "Er konnte weder Sinn noch Tragweite seiner Entscheidung verstehen", steht im Polizeibericht. An das Geschehene habe er einfach keine Erinnerung mehr.