Hamburg-Eidelstedt

21-Jähriger nach Streit unter Großfamilien getötet

Eidelstedt. Mehr als zwei Stunden kämpften die Ärzte des Universitätsklinikums Eppendorf um das Leben des 21-jährigen Mannes. Kurz nach Mitternacht hörte sein Herz auf zu schlagen. Der Blutverlust war zu hoch, die Stichverletzungen zu gravierend. Robert R. wurde am Dienstag Opfer einer Familienfehde zweier Großfamilien aus Eidelstedt. Die Täter sind bekannt, aber einen Tag später noch auf der Flucht.

Der Serbe saß mit zwei Freunden auf einer steinernen Tischtennisplatte im Innenhof einer Wohnanlage am Lohkampstieg, als die Täter kamen. Er genoss den lauen Abend, hatte mit seiner Familie zuvor auf dem angrenzenden Parkplatz gefeiert. Unvermittelt traf den 21-Jährigen kurz nach 21.30 Uhr ein Messerstich in den Oberkörper. Der junge Mann stürzte von der Tischtennisplatte, wurde am Boden mit Tritten und weiteren Schlägen eingedeckt. Dann verschwanden die Männer so schnell, wie sie gekommen waren.

Für den Angriff soll Renat S. verantwortlich sein, glaubt die Polizei, die am Tatort mehrere Küchenmesser fand. Der 30-Jährige gehört einer weiteren Großfamilie aus dem Gebiet Ex-Jugoslawiens an, die mit der von Robert R. im Clinch liegen soll. Medienberichten zufolge soll Renat S. schon während der Feier am Parkplatz aufgetaucht sein und Streit gesucht haben. Das Motiv ist unbekannt. Wie viele Komplizen Renat S. am Tatabend begleiteten, sagte die Polizei nicht, sie sind aber alle bekannt. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, wann sie gefasst werden.