Landgericht Hamburg

Frauen streiten ab, Rentner um 680.000 Euro betrogen zu haben

Neustadt. Sie sollen sieben Senioren um 680 000 Euro gebracht haben - gestern ging der Betrugsprozess gegen zwei 43 und 57 Jahre alte Frauen vor dem Landgericht weiter. Laut Anklage überredeten die Angeklagten die alten Leute, Geld in ein vermeintlich gewinnbringendes Immobilienprojekt der Firma Seniorinvest zu stecken. Dabei sollen sie die Sparkonten der Rentner geplündert haben. Die Angeklagten streiten die Tat ab. Gestern sagte Heike K., 43, aus. Die Versicherungsmaklerin erklärte, die Rentner hätten sogenannte "Genussscheine" gezeichnet. Darin seien sie auf die Risiken der Anlage hingewiesen worden: dass das Geld in Objekte des betreuten Wohnens investiert werde und auch "verlustig" gehen könne, wenn sich die Wirtschaftslage ändere. Zudem sei den Senioren nie suggeriert worden, dass es sich um ein Bankprodukt handele, sagte Heike K. Der Prozess geht weiter.