Hamburg-Neustadt

Mauer-Flüchtling im letzten Moment gescheitert

Neustadt. Ein 29-Jähriger hat gestern Morgen versucht, aus dem Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis auszubrechen. Der Mann, der seit Ende April wegen des Verdachts des schweren Raubes in Untersuchungshaft ist, überwand während einer Freistunde eine fünf Meter hohe Mauer, die einen der Gefangenenhöfe im nordwestlichen Teil der Gefängnisses umgibt. Wie ein Sprecher der Justizbehörde mitteilte, soll der Mann die Steinwand hochgesprungen sein und sich am Sicherheitsdraht festgehalten haben, der auf der Mauerkrone befestigt ist.

Dann muss er sich aus eigener Kraft auf die Mauer hochgezogen und auf der anderen Seite wieder hinunter gesprungen sein. Von der Freiheit trennte ihn da nur noch ein Sicherheitszaun. Der Gefangene versteckte sich in einem Gebäude der Haftanstalt, das unmittelbar an die Mauer grenzt. Möglicherweise wollte er einen geeigneten Zeitpunkt wählen, um auch die letzte Hürde zu nehmen. Allerdings wurde er vom Gefängnispersonal entdeckt und zurück in den Zellentrakt gebracht. Die Justizbehörde überlegt jetzt, den Sicherheitsdraht an der Freihofmauer zu verstärken, um einem weiteren Ausbruchsversuch vorzubeugen.