Hamburg-St. Georg

Unerwünschter Springbrunnen in der Langen Reihe

Foto: Hinnerk Schmidt

Nach einem Unfall mit einem Hydranten schießt eine vier Meter hohe Fontäne in St. Georg in die Höhe und setzt die Straße unter Wasser.

Hamburg. Unfreiwillige Dusche am Sonntagmorgen: Fast eine halbe Stunde sprudelte gestern eine vier Meter hohe Fontäne auf der Langen Reihe und hätte fast das Stadtteilfest in St. Georg unter Wasser gesetzt. Erst der beherzte Einsatz der Feuerwehrmänner Sebastian Drewes (28) und Marcel Okrongli (26) von der Wache Berliner Tor konnte den Strahl stoppen.

Das war passiert: Kurz nach 11 Uhr hatte der Fahrer eines Lieferwagens aus Berlin, der Brezeln angeliefert hatte, einen Hydranten an der Kreuzung Danziger Straße umgefahren. In Sekundenschnelle schoss der Wasserstrahl in die Höhe, brach sich spritzend an einer Verkehrsampel und setzte durch ein offenes Fenster eine Wohnung im vierten Stock eines angrenzenden Hauses unter Wasser. Als Polizei und Feuerwehr eintrafen, war die Straße bereits überschwemmt.

Als Erste starteten der Unfallfahrer und ein Vertreter des Veranstalters - ausgerüstet mit rotem Regenschirm und speziellem Schraubschlüssel - einen Versuch, die ungewollte Fontäne zu stoppen, kapitulierten aber schnell angesichts es enormen Wasserdrucks. Es folgten einige weitere halbherzige Bemühungen. Schließlich schritten die beiden jungen Feuerwehrmänner Drewes und Okrongli zur Tat, entledigten sich ihrer Hosen und Jacken und drehten unter Beifall den Hydranten ab.