Hamburg-Kolumne

Inas Botschaft, Karls Muse – und ein XXL-Plan

| Lesedauer: 9 Minuten
Ina Müller engagiert sich für das Hamburger Spendenparlament.

Ina Müller engagiert sich für das Hamburger Spendenparlament.

Foto: Sandra Ludewig · © Sony Music

Die Kolumne mit Namen und Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Jeden Sonnabend im Hamburger Abendblatt.

Hamburg.  Spitzenköchin Cornelia Poletto hat nicht nur ein Restaurant und eine Kochschule, sondern jetzt auch einen eigenen Podcast. Zusammen mit Moderator Dennis Wilms startet sie an diesem Sonntag das Format „Iss was, Hase?“. Die beiden wollen darin über Lebensmittel, die Zubereitung von Gerichten und vieles mehr sprechen. „Ich habe Dennis in den zurückliegenden Jahren alles beigebracht, was man als ambitionierter Hobbykoch wissen muss – heute können wir uns fast schon auf Augenhöhe über Produkte, Rezepte und Zubereitung austauschen“, sagt die Hamburgerin.

Wilms und Poletto kennen sich unter anderem aus der NDR-Sendung „Polettos Kochschule“, in der Wilms ihr Lehrling war. Bei „Iss was, Hase?“ wird jedes Mal ein prominenter Quiz-Gast zugeschaltet. Den Auftakt macht am Ostersonntag Schauspieler, Sänger und Moderator Oli Petszokat, auch als Oli P. bekannt. Künftig soll es jede Woche eine neue Folge geben.

Radio Hamburg sendet an diesem Osterwochenende zum 33. Mal seine legendäre Chartshow, die „Radio Hamburg Top 832“. Über 60 Stunden lang werden die von den Hörern gewünschten Lieblings-Hits gespielt. Präsentiert wird die Aktion, die bereits an diesem Karfreitag gestartet wurde, von „Morning­show“-Moderator John Ment, zusammen mit den Kollegen Laura Winter, Luca Büttner,André Kuhnert, Tim Gafron und Christian „Stübi“ Stübinger. Gesendet wird aus dem gläsernen Studio des Senders, das sich seit Anfang März für ein halbes Jahr im Levantehaus an der Mönckebergstraße befindet. „Ich freue mich total, wie zentral wir jetzt am Puls der Stadt sind“, sagt Ment. sla

Jörg Knör war bisher vor allem als Entertainer und Parodist bekannt – jetzt kümmert er sich auch um Streaming und virtuelle Events. Knör stößt zum Team von Peppermint-event, einem Unternehmen, das in Hamburg dafür das Alsterstudio betreibt. „Ich wollte noch einmal etwas Neues anfangen“, sagt Knör, der wie so viele andere Künstler in den vergangenen 13 Monaten Auftrittspause hatte. hai

Menschen zusammenzubringen ist das Steckenpferd von Gunnar Henke Auf seinen Veranstaltungen trifft sich die Hamburger Gesellschaft, doch durch Corona ist sein Geschäftsmodell zum Erliegen gekommen. Seit einem Jahr konnte der Eppendorfer so gut wie keine Veranstaltungen mehr realisieren. „Ich sehe auch nicht, dass wir in 2021 überhaupt noch größere Formate umsetzen können. Doch ich habe schon einige Konzepte für kleine, aber feine Events mit 20 bis 50 Personen kreiert und Locations dafür im Blick.“

Aber bevor sich der 53-Jährige an die Gästeliste setzt, „muss ich erst mal Planungssicherheit haben und die gibt es noch nicht.“ Es werde sehr lange dauern, bis es wieder Veranstaltungen mit Hunderten Gästen gebe. Die Menschen sehnten sich zwar wieder nach Begegnungen, doch zunächst wohl eher im kleineren Rahmen, prophezeit der PR-Profi.

Aber bei Henke herrscht kein Stillstand. Gemeinsam mit dem Unternehmer Christian Dunger hat er den Onlineshop #gotowine gegründet. Und die beiden haben sogar einen eigenen Weißburgunder auf den Markt gebracht – der heißt Opium wie ihre gemeinsame Lifestylemarke. Zur Zeit feilt Henke an einem weiteren Projekt, hält sich aber noch bedeckt, nur so viel: „Es geht um Kunst.“ ug

Muse, langjähriger Gefährte, engster Vertrauter: Wohl niemand kannte den legendären Modeschöpfer Karl Lagerfeld so gut wie Männer-Model Baptiste Giabiconi. In seinem Buch „Karl und ich“ erzählt der 31-Jährige eindrucksvoll von seiner Freundschaft zu „König Karl“ und aus dessen Leben. Nun war es eine „Herzensangelegenheit“ für den Südfranzosen, sein Werk in Lagerfelds Geburtsstadt Hamburg vorzustellen. In der Traditionsbuchhandlung Felix Jud am Neuen Wall wollte der Mann, der übrigens auch Katzendame Choupette in Lagerfelds Leben brachte, Bücher signieren.

Und dann kam, wie so oft in diesen Wochen, Corona dazwischen. Kurz vor seiner Abreise in Paris wurde das Model positiv auf das Virus getestet, die Reise wurde daraufhin abgesagt und wird hoffentlich in besseren Zeiten nachgeholt. So lange können sich Anhänger des berühmten Modeschöpfers mit dem Bestseller trösten oder auch mit dem 100 Seiten starken Magazin „Karl“ aus der Abendblatt-„Collector’s Edition“, das in der Geschäftsstelle am Großen Burstah 18-32 erhältlich ist. vas

Alexandra von Rehlingen unterstützt das Obdachlosenheim Harburg Huus, das vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird. Das Besondere an der Institution: Sie nimmt Obdachlose mit ihrem Hund auf. „Viele Obdachlose haben in ihrem Leben wirklich nur diese eine Bindung und diesen einen Freund, ihren Hund. Und sie erfrieren lieber draußen, als dass sie sich von dem Hund trennen.

Das hat mich besonders berührt, ich bin ja auch eine große Hunde-Freundin“, sagt Alexandra von Rehlingen. „Ich werde zu Ostern wieder hinfahren und Geschenke bringen, sowohl für die Hunde als auch für die Herrchen.“ Außerdem wolle sie versuchen zu erreichen, dass Unternehmen Futter oder andere benötigte Dinge spenden. „Die Menschen dort haben es wirklich verdient.“ sla

Die Hamburger A-Capella-Band LaLeLu hat wie kaum eine andere Band in der Corona-Pandemie aus der Not eine Tugend gemacht und Onlinekonzerte für sich entdeckt. Am 9. April um 19.30 Uhr startet nun bereits die sechste Auflage eines gestreamten Auftritts, ein XXL-Konzert. Selbstbewusst verkünden die Musiker: Es soll das längste LaLeLu-Konzert ihrer 25-jährigen Bandgeschichte werden, quasi ein A-capella-Comedy-Marathon.

„Wir sind selber gespannt, denn wir wissen nicht wirklich, wie lange wir am 9. April tatsächlich auf der Bühne stehen werden“, sagt Bandmitglied Jan Melzer. „Dafür waren wir in den letzten Wochen ständig im Proberaum und bringen alle Notenhefte mit, die wir besitzen. Denn die Zuschauer sollen sich per Zoom während des Konzerts auch das eine oder andere Lieder wünschen können.“

Senden werden Melzer, Tobias Hanf,Frank Valet und Sanna Nyman live aus einem Onlinestudio in Buchholz in der Nordheide. Mit dabei als Gäste haben die Musiker und Parodisten auch ihre Versionen von Enrique Iglesias, Udo Lindenberg,Herbert Grönemeyer, Shakira,Bruno Mars,Rammstein,Angela Merkel,Ottos Mops. Auch ein eigenes Corona-Medley haben die vier einstudiert. Ticketreservierung unter: https://lalelu.online-ticket.de/lalelu-xxl HA

Hamburgs Alt-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi war in der vergangenen Woche fest als Gast von Frank Plasberg in dessen „Hart, aber fair“-Sendung zum Thema „Verzeihung, wir haben eine Frage: Scheitert Deutschland in der Krise?“ eingeplant.

Dohnanyi sollte neben Politikern wie Maria Weisband und Norbert Röttgen darauf eine Antwort aus seiner langen Lebens- und politischen Erfahrung geben. Dass es nicht dazu kam, hat einen einfachen Grund: Kurz bevor der Hamburger in die Sendung geschaltet werden sollte, gab es bei ihm Zuhause technische Probleme mit der Übertragung – die leider nicht rechtzeitig behoben werden konnten. HA

Sechs Hamburger Prominente rufen zum Jubiläum des Hamburger Spendenparlaments jetzt mit einer Anzeigenkampagne zu Solidarität und Unterstützung für sozial Schwächere und Hilfsbedürftige in der Hansestadt auf. „Klaus mischt immer noch mit. Denn eine Stadt für alle kommt nicht von allein!“, heißt es neben dem Foto von Hamburgs ehemaligen Bürgermeister Klaus von Dohnanyi.

„Ina wünscht eine gute Nacht! Denn alle schlafen besser, wenn es keinem dreckig geht!“ steht bei Ina Müller. Und Reinhold Beckmann sagt: „Wenn wir alle ein wenig helfen, muss keiner mehr Not leiden.“ Auch der ehemalige Bürgermeister Ole von Beust, „Zeit“-Chefredakteur Giovanni de Lorenzo und Caren Miosga von den „Tagesthemen“ sind dabei. Initiiert wurde die Kampagne von Moderator Klaus-Peter Siegloch.

Er ist selbst einer von 3100 Mitgliedern des Spendenparlaments. „Ich danke allen Beteiligten ganz herzlich für ihr großartiges Engagement, das spornt uns alle an“, sagt Uwe Kirchner, Vorstandssitzender des Spendenparlaments. „Ganz besonders würden wir uns freuen, wenn viele Hamburger mitmachen und uns bei der Bekämpfung von Armut, Obdachlosigkeit und Isolation unterstützen“. sla

Wechsel im Vorstand der „Zeit“-Stiftung. Der langjährige Finanzvorstand Michael Berndt hat sich Ende März in den Ruhestand verabschiedet und den Bereich an Achim Lange abgegeben. 20 Jahre lang war Berndt für die Finanzen zuständig und gehörte dem Vorstand seit 2010 an.

„Herr Berndt hat ungeheuer erfolgreich gearbeitet. Ihm verdankt die „Zeit“-Stiftung bei allen Schwankungen der Finanzmärkte die stetige Mehrung des Stiftungskapitals auf über eine Milliarde Euro.“, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Michael Göring. Lange hat zuletzt das Portfoliomanagement Private Banking der Hamburger Sparkasse geleitet. Die „Zeit“-Stiftung ist eine private gemeinnützige Stiftung. Unter anderem wurde mit ihrem Geld im Jahr 2000 die Bucerius Law School gegründet, 2002 das Bucerius Kunst Forum. sla

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Persönlich