Hamburg-Kolumne

Ein Hotel, wie in Kalifornien – mitten in Hamburg

Die Eröffnung des Uzwei Fashion Hotels vermittelte allen das Gefühl, sie seien in Kalifornien und nicht in Hamburg: Rungang Zhu mit Gastgeber Florian Braun und Jessica Karan.

Die Eröffnung des Uzwei Fashion Hotels vermittelte allen das Gefühl, sie seien in Kalifornien und nicht in Hamburg: Rungang Zhu mit Gastgeber Florian Braun und Jessica Karan.

Foto: Marcelo Hernandez / FUNKE Foto Services / MARCELO HERNANDEZ / FUNKE Foto Services

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Wer ist eigentlich dieser Uwe?

Das norddeutsche Klappmaul, die Sprechpuppe Werner Momsen, vermutete auf der Bühne, dass „Uwe“ der Name des gemeinsamen Männer-Therapeuten der vier Club-Betreiber Yared Dibaba, Olli Kleinfeld, Michael Pohanke und Frank Bertling ist. Es gab noch jede Menge anderes Seemannsgarn rund um die Namensfindung der Musikbar am Spielbudenplatz. So war sich NDR-Moderator Uwe Bahn sicher, dass es eine Hommage an ihn sei, aber Fakt ist: Am Mittwoch war die Eröffnung des neuen Clubs auf der Reeperbahn „the place to be“. Denn wo sah man sonst Kalle Schwensen, natürlich mit schwarzer Sonnenbrille, mit Bürgermeister Peter Tschentscher schnacken, während Moderatorin Linda Zervakis mit Schauspieler Peter Lohmeyer posierte und Choreograf Marvin A. Smith gemeinsam mit Liedermacher Rolf Zuckowski zur AC/DC-Klavier-Brutal-Nummer von Pianist Joja Wendt auf und ab wippte. Auf der Bühne noch: Comedy, Jazz, Hardrock und Yared Dibabas Schlickrutscher – die Mischung also schräg und cool. So soll das Programm auch künftig bei Uwe aussehen. In Zukunft mit oder ohne Kalle Schwensen? „Wer auf der Reeperbahn einen Club eröffnet, sollte Kalle besser einladen“, sagte Dibaba augenzwinkernd, um gleich danach die Hymne der Bar anzustimmen. Wie die heißt? „Uwe, Uwe“ natürlich.

Flamingos und eine goldene Hollywoodschaukel

150 Leute reisten am Donnerstagabend kollektiv nach Kalifornien. Wie im Golden-State jedenfalls fühlte man sich bei der Eröffnung des Uzwei Fashion Hotels in der Kaisergalerie. Die Wände rosa, der Champagner rosé, die Flamingos pink, die Hollywoodschaukel gold. Inhaber Florian Braun wollte seinen Store wieder einmal komplett anders aussehen lassen: „Wer nur darauf wartet, dass die Kunden den Weg aus dem Regen von alleine zu einem finden, der hat keine Chance. Wir erfinden uns ständig neu.“ Nachdem es in der Vergangenheit schon Gärten, Swimmingpools und Emojis gegeben hatte, soll ab jetzt alles so wirken wie im Eagles-Song „Hotel California“. Tatsächlich konnten die Partybesucher wie in einem echten Hotel am Eingang auf eine Rezeptionsglocke hauen, es gab Zimmerschlüssel, Kofferwagen, eine Bar und eine Lobby, in der sich künftig jeder niederlassen darf, selbst wenn er nicht vorhat, eines der Kleidungsstücke oder Beautyprodukte zu kaufen. „Wir wollen ein Treffpunkt sein. Wenn sich hier jemand mit seinem Notebook oder zum Schachspielen auf das Sofa setzt, wird keiner von uns ihn dabei stören“, sagt Fashion-Direktor Rungang Zhu, einer der bestgekleideten Männer Hamburgs. In einer weißen Federbluse schwebte er durch die Gänge. Unter den Gästen waren Influencerinnen wie Janina Pfau, Nina Süß und Monique Romanowski, sie ließen die 70er-Jahre genauso wieder aufleben wie Ian Karan. Dessen Tochter Jessica Karan präsentierte vor Ort ihre Schmuckkollektion. Alle Stücke sind nachhaltig produziert, bei jedem Stein weiß sie genau, woher er kommt. „Seitdem ich in einer Dokumentation gesehen habe, wie Kinder in den Minen Steine schleppen, wollte ich Schmuck entwerfen, der niemanden ausbeutet und trotzdem bezahlbar bleibt.“ Hamburger, die für ein klitzekleines bisschen Veränderung stehen: unbezahlbar.

Peter Tschentscher fordert Isabel Edvardsson zum Tanz auf

Schon seit 70 Jahren trifft sich die Luftfahrtbranche einmal im Jahr mit Politikern und Promis beim Ball über den Wolken im Hotel Atlantic. Mit dabei natürlich Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler, der mit seiner Frau Johanna auf der Tanzfläche zu finden war, und Bürgermeister Peter Tschentscher, ebenfalls ein eifriger Tänzer. Nach dem Drei-Gänge-Menü forderte der Bürgermeister Profitänzerin Isabel Edvardsson auf. Kurz vor Mitternacht wurde es still im Saal – Zeit für die Tombola. Die Glücksfee spielte Bürgermeistergattin Eva-Maria Tschentscher. Der Hauptpreis war eine Reise mit dem Kreuzfahrtschiff MS „Europa“ von New York nach Hamburg. Eine Schiffstour durch den Hamburger Hafen mit Verpflegung für 30 Personen hatte Barkassen-Meyer-Chef Hubert Neubacher spendiert, Außerdem gab es noch Trips nach Singapur und Wien zu gewinnen. Danach stärkten sich die Gäste – auch das ist Tradition – mit Austern und Currywurst. In der Lobby des Hauses tanzten die Gäste weiter oder gönnten sich an der Bar eine Pause. Unter ihnen waren auch Airbus-Vorstand Michael Schöllhorn – der zwischen München, Toulouse und Hamburg pendelt – sowie Dehoga-Präsident Franz Klein, der von seinem Ibiza-Urlaub schwärmte. Zufrieden war Gastgeber Franco Esposito. Der geschäftsführende Atlantic-Direktor sagte: „Die Luftfahrtwelt weiß beflügelt zu feiern.“

YouTuberin Shirin David stellt Parfüm vor

Mit einem lauten „Was geht ab Hamburg?“, begrüßte Shirin David (24) ihre überwiegend jugendlichen Fans. Die YouTuberin und Sängerin hatte anlässlich ihres neuen Parfüms „Created by Shirin“ zu einem Treffen in die Europa Passage eingeladen. Das war allerdings auch ihr erster und letzter Satz bei dem Termin in der Hansestadt. Als David die Treppe runterkam und ihren Fans zuwinkte, ging ein lautes Gekreische los, und unzählige Smartphones wurden in die Luft gehalten. Die Schlange für ein Foto mit dem vor allem bei Jugendlichen beliebten Star war lang. Die Fans standen bis in den dritten Stock. Einige von ihnen waren extra nach Hamburg angereist. David zählt mit rund 2,6 Millionen Abonnenten auf YouTube und 5,1 Millionen Followern auf Instagram zu den erfolgreichsten Influencern Deutschlands. Im September 2019 erschien ihr erstes Studioalbum „Supersize“, für das sie unter anderem einen Song mit Xavier Naidoo aufgenommen hat.

Christoph Ploß stellt sein Buch vor

Am Montag erscheint ein Buch, das der Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß zusammen mit anderen jungen Kollegen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, darunter Philipp Amthor und Paul Ziemiak, verfasst hat („Eine Politik für morgen. Die junge Generation fordert ihr politisches Recht“, Herder Verlag, 18 Euro). In dem Band geht es um Zukunftsthemen. „In meinem Beitrag stelle ich das Thema Klimaschutz in den Mittelpunkt und wie wir es schaffen können, Klimaschutz, Mobilität und eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland in Einklang zu bringen“, sagt Ploß. Vorgestellt wurde das Buch im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Deutschen Bundestag in Berlin. Mit dabei war auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, derzeit einer der gefragtesten Männer der CDU.

Ireen Sheer ist der Stargast beim Blauen Ball

Am kommenden Sonnabend, 22. Februar, wird im Hotel Atlantic wieder einmal durch die Nacht gefeiert. Dann findet nämlich zum 23. Mal der Blaue Ball statt, der größte Ball Hamburgs. Rund 800 Männer und Frauen werden dann auf Einladung von Marianne und Günter Ehnert durch die Säle tanzen und flanieren. „Wir freuen uns riesig auf dieses tolle gesellschaftliche Ereignis“, sagt Ehnert, der seit Wochen beinahe rund um die Uhr mit den Vorbereitungen beschäftigt ist. Stargast des Abends wird Sängerin Ireen Sheer. Schirmherr der Veranstaltung ist der Bürgermeister. Der Erlös des Balls wird wie jedes Jahr der Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Eppendorf gespendet. Restkarten können unter www.blauerball.info bestellt werden.

Zwei Hamburger Stiftungen arbeiten jetzt zusammen

Zwei Hamburger, zwei Stiftungen, ein Ziel: den Menschen in Afrika helfen. Michael Hoppe mit seiner Stiftung Steps for Children und Eugen Block mit seiner Stiftung Block arbeiten gerade gemeinsam an dem Neubau eines Mehrzweckhauses für eine Schule in Namibia. Der Unternehmer freut sich über die recht frische Kooperation: „Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Stiftungen ist von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Dr. Hoppe ist stets selbst als Bauherr von Kindergärten und Schulen in Namibia tätig und kennt daher die Begebenheiten genau. Die Spenden kommen direkt bei den Schulprojekten vor Ort an – ohne Umwege“, sagt Eugen Block. Und Hoppe ergänzt: „Anfang November haben wir den ersten Spatenstich gesetzt. Unser Bestreben ist die planmäßige Fertigstellung des Gebäudes bis Frühjahr, damit wir den Menschen vor Ort so schnell wie möglich helfen können.“ Seine Stiftung hilft seit 2005 in Namibia und Simbabwe. In dem neuen Gebäude der beiden Stiftungen soll auch den Eltern der betreuten Kinder ein Angebot zur Verfügung gestellt werden, um lesen und schreiben zu lernen. Den Sozialarbeiterinnen stehen die Räumlichkeiten ebenfalls zur Verfügung. Neben der Finanzierung der Grundstücke und der Bauten übernimmt die Stiftung Block die laufenden Kosten für Versorgung, Unterhalt und Lehrergehälter der Kooperationsprojekte für zehn Jahre. „Dies ist eine wichtige Stütze, um die Bildungsprojekte zu sichern, bis einkommenserzielende Projekte zur finanziellen Unterstützung auf- und ausgebaut sind“, so Hoppe.

Bettina Tietjen bei „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“

Alle zwei Wochen trifft der Hamburger PR-Unternehmer Lars Meier Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen, um sich mit ihnen auszutauschen. Das Ergebnis ist „Gute Leude – Das Hamburg Gespräch“, das jeden zweiten Montag um 22 Uhr und jeden zweiten Sonntag um zehn Uhr bei 917xfm ausgestrahlt wird. Am kommenden Montag wird das Treffen mit Bettina Tietjen gesendet. Die erfahrene Moderatorin genoß das Gespräch: „Ich bin gern auch zu Gast, weil ich gern sehe, wie andere das machen“, sagt sie in dem Interview. Und sie verrät, wen sie gern noch einmal sprechen würde: „Ich würde sehr gerne mal Franz Beckenbauer interviewen, sehr interessanter Mann. Aber auch führende Wirtschaftsfrauen. Und jemanden wie Thomas Gottschalk.“ In den kommenden Wochen werden außerdem Ole von Beust, Tim Mälzer und Atze Schröder in der Sendung von Meier zu Gast sein.

Boris Entrup hat eine neue TV-Sendung

Ein neues TV-Format präsentiert Boris Entrup ab dem 17. Februar. In der Doku-Soap „Let’s Glow – Die Make-up-Challenge“ auf Vox sucht der Beauty-Experte immer montags bis freitags um 16 Uhr frische Talente. Wer den Wahlhamburger persönlich kennenlernen möchte, sollte am 7. März ab 14 Uhr bei den Beauty Days in der Europa Passage am Ballindamm vorbeischauen. Dort wird Entrup sein Wissen rund um das Thema Schönheit weitergeben und die anwesenden Damen schminken.