Hamburg-Kolumne

Schweigers Bräute, Kubickis Wette und Stichs Laudatio

Schauspieler Til Schweiger und seine Bräute bei der Filmpremiere im Cinemaxx Dammtor.

Schauspieler Til Schweiger und seine Bräute bei der Filmpremiere im Cinemaxx Dammtor.

Foto: Andre Mischke/Warner Bros

Anekdoten aus der Gesellschaft, Rück- und Vorblicke auf Veranstaltungen – und alles über die wichtigsten Köpfe der Stadt.

Hamburg. Dass man Til Schweiger mit regelmäßig wechselnden Frauen sieht, daran hat man sich mittlerweile gewöhnt. Bei der Vorstellung seines neuen Films „Die Hochzeit“ im Cinemaxx-Kino am Dammtor entstanden aber gleich mehrere Fotos mit jungen Damen in Brautkleidern an seiner Seite.

Der Grund: Im Rahmen der „Ladies Night“ wurde der Film schon einen Abend vor dem offiziellen Kinostart gezeigt. Passend zum Titel des neuen Streifens gab es Sekt und Blumendeko – und alle Besucherinnen waren aufgefordert, sich für die Vorführung ins Brautkleid zu werfen.

Kurioses Bild mit Til Schweiger

Wer sich das traute, der durfte vor Beginn des Films mit Til Schweiger ein paar Worte wechseln und ein Foto machen. Unter anderem in Schale geworfen hatte sich auch die 1,90 Meter große Natalie Waletzko, selbst Fan von Til Schweiger. Mit hohen Schuhen und Brautkleid gab sie neben dem 1,78 Meter großen Schweiger ein kurioses Bild ab – und sorgte schon vor Beginn des Films für Unterhaltung im Publikum.

Einen Tag zuvor, bei der Premiere in Berlin, war auf dem roten Teppich sogar eine echte Ehe geschlossen worden – mit Schweiger als Traupaten. Seit Donnerstag ist „Die Hochzeit“, eine Fortsetzung zu „Klassentreffen 1.0“, in den Kinos zu sehen.

Diverse Theaterpremieren mit viel Prominenz

Reichlich Schauspielprominenz zeigte sich in der vergangenen Woche auch auf den diversen Theaterpremieren der Stadt: Nicht nur Christian Redl kam zu Devid Striesows „Ivanov“-Premiere ins Schauspielhaus, wo auch seine Kollegin Eva Mattes auf der Bühne stand.

Die hatte zuletzt sonst meist am St. Pauli Theater gespielt, wo am Montag ebenfalls gut gelaunt eine gelungene Premiere gefeiert wurde: Unter anderem Hannelore Hoger und Gustav Peter Wöhler, der mit seinem Mann, Filmfest-Chef Albert Wiederspiel, kam, wollten Barbara Auer und Johann von Bülow in „Heilig Abend“ sehen.

Auch am Spielbudenplatz gesehen: Moderator Gerhard Delling, Gesa Engelschall von der Hamburgischen Kulturstiftung, PR-Frau Alexandra von Rehlingen und der frühere „Tagesschau“-Sprecher Jo Brauner.

Senatsempfang des VNW: Andreas Breitner (l., stehend) Uwe Blöcker, Lisa Vosgerau und Geert Becker (sitzend)

Breitner begrüßt beim Senatsempfang 300 Gäste

300 Gäste durfte Direktor An­dreas Breitner beim Senatsempfang aus Anlass des 120-jährigen Bestehens des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) im Rathaus begrüßen.

Auf drei Gäste freute sich Breitner besonders: auf den früheren Verbandschef Uwe Blöcker sowie die ehemaligen Angestellten Lisa Vosgerau (96) und Geert Becker (90). Breitner hatte der alten Dame angeboten, dass man sie abholen könne. Worauf Lisa Vosgerau nur sagte: „Nicht nötig, Herr Becker wird mich fahren.“

Die ehemalige Buchhalterin wirkte so fit, als könnte sie sofort wieder Bilanzen prüfen. Genau dies hat sie über Jahrzehnte für den Verband gemacht – selbst in den Kriegsjahren zwischen Bombenangriffen. Zu der Dame hätte auch – nur mit einer anderen Jahreszahl – das Bonmot von Bürgermeister Peter Tschentscher gepasst. „Sie sind wie Hamburg. Eine 120 Jahre alte Tradition und dennoch jung und dynamisch“, würdigte Tschentscher den VNW. Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, nutzte seine Rede für eine Abrechnung mit der rigiden Mietenpolitik des Berliner Senats.

Autopräsentation im Volksparkstadion

Dort, wo sonst der HSV seine Bundes­ligaspiele absolviert, waren rund 350 Gäste zu einer Autopräsentation eingeladen. Im Volksparkstadion wurde mit dem Porsche Tycan der erste vollelek­trische Sportwagen des Stuttgarter Automobilherstellers vorgestellt. Moderator Marek Erhardt führte durch den Abend. Extra angereist zu diesem Event war Alexander Pollich, der Deutschland-Geschäftsführer des Autokonzerns.

Beliebte Vermieter im Hotel Atlantic gekürt

Schwedische Schnäpse servierte eine Mitarbeiterin schon vor dem Dessert, das entsprechende Trinklied schmetterten dann die 130 Gäste aus der Immobilienwirtschaft. Aktivbo, 1991 in Stockholm gegründet, bekennt sich gern zu seinen skandinavischen Wurzeln. Das Hamburger Unternehmen misst bundesweit die Mieter-Zufriedenheit.

Am Donnerstag kürte das Team um Geschäftsführerin Lisa Winter im Hotel Atlantic die Vermieter, die bei den Aktivbo-Befragungen von insgesamt 200.000 Mietern besonders gut abgeschnitten hatten. Nominiert für die Kundenkristall-Auszeichnungen waren auch die Hamburger Genossenschaften Gartenstadt und DHU sowie die Meravis Immobiliengruppe.

UKE: Prof. Burkhard Göke gibt sein Amt ab

Wer kann schon von sich sagen, dass er seit 50 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt ist? Als Prof. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor des UKE, beim Empfang der Uniklinik am Montag auf den Dekan deutete, der sein Amt abgibt, fingen einige Gäste im Erika-Haus schon mal an zu rechnen. Ist Prof. Uwe Koch-Gromus vielleicht ein Überflieger gewesen, der mit 15 Abitur gemacht und gleichzeitig das Medizinstudium beendet hat?

Natürlich nicht, der medizinische Psychologe sieht zwar aus wie 65, ist aber 76 Jahre alt. Und er setzt sich noch lange nicht zur Ruhe, sondern will weiterhin Gesundheitsstudien betreuen und Fußballfan Göke zu St.-Pauli-Spielen und Konzerten von Alice Cooper begleiten.

Neben diversen Chefärzten wie dem Herzchirurgen Prof. Hermann Reichenspurner und Kinderpsychiater Prof. Michael Schulte-Markwort waren Wissenschaftssenatorin
Katharina Fegebank,
HSV-Präsident Marcell Jansen und CDU-Politiker Dietrich Wersich gekommen, Und natürlich der ehemalige UKE-Oberarzt Peter Tschentscher mit seiner Frau Eva-Maria, die auch viele Jahre im Labor des UKE gearbeitet hat.

Klaus Michael Brandau, Dr. Carl Claus Hagenbeck und Klaus Gerresheim arbeiten jetzt zusammen.

Klaus Gerresheim betreibt nun Eventlocations vom Tierpark Hagenbeck

Dieser Mann ist voller Elan. Die Rede ist von Klaus Gerresheim. Der Unternehmer hat im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag gefeiert, denkt aber gar nicht an Ruhestand. Der erfolgreiche Caterer („Gerresheim serviert“) wird künftig auch die Eventlocations vom Tierpark Hagenbeck – dazu gehören unter anderen das Tropen Aquarium und die Alte Hagenbeck’sche Dressurhalle – betreiben.

„Die Räumlichkeiten bei Hagenbeck ergänzen unsere Locations im Yachthafen und den Schuppen 52 perfekt um weitere Flächen für Events mit bis zu 750 Personen“, erzählte Gerresheim und betonte: „Besonders toll ist, dass hier zwei traditionsreiche Hamburger Familienunternehmen zusammengehen, um diese wunderbaren Locations nach drei Jahren aus dem Dornröschchenschlaf zu erwecken.“

Klaus Gerresheim und seine Frau Marlis Head sind ein Powerpaar. Head betreibt seit 26 Jahren das Madison Hotel am Schaarsteinweg unweit des Hafens. Aber jetzt gönnen sich die beiden erst mal eine kleine Auszeit. Es geht in die Ferne und Wärme. „Wir fliegen zunächst nach Dubai, wo wir unbedingt das berühmte Kunstmuseum Louvre Abu Dhabi besuchen möchten“, verrät Gerresheim.

Danach geht es auf die Seychellen. Auf der Insel Praslin wird Quartier bezogen. Ausschlafen Fehlanzeige. „Wir werden jeden morgen um 7.30 Uhr unsere Golfrunde starten, weil es sonst zu heiß zum Spielen wird.“ Aber auch das Kulinarische wird nicht zu kurz kommen. „Wir freuen uns auf gutes Essen, besonders auf fangfrischen Fisch“, sagt Gerresheim.

Michael Lutz ist in die Hansestadt zurückgekehrt

Die Hotelbranche ist seit mehr als zwei Jahrzehnten das Metier von Michael Lutz. In Hamburg hat der gebürtige Eckernförder nach Stationen im Grand Elysée und im Side Designhotel zuletzt das Ameron Hotel in der Speicherstadt geleitet. Nach zwei Jahren als Deutschland-Geschäftsführer der Ameron Gruppe mit Sitz in Köln ist der 41-Jährige nun in die Hansestadt zurückgekehrt.

Als Direktor ist Lutz für das neue Fleming’s Selection Hotel Hamburg-City an der Holzbrücke verantwortlich und bereitet die für Anfang 2021 geplante Eröffnung vor. In der Altstadt entsteht in einem historischen Gebäudeensemble am Fleet ein Premium-Hotel mit 194 Zimmern und Suiten.

Auch Restaurant, Café und Bar sowie Veranstaltungsräume sind geplant. Lutz ist voll Tatendrang. „Ich hatte Sehnsucht nach Hamburg. Ich freue mich nun auf die Umsetzung dieses außergewöhnlichen Hotelkonzeptes.“

Stimme weg: Michael Stich übernimmt spontan Laudatio

Ihren kleinen Sohn Liam (1) hatte Parakanutin Edina Müller mitgebracht, doch die Stimme war dafür weg. Deswegen übernahm Michael Stich spontan die Laudatio für einen der vier Preisträger beim Werner-Otto-Preis im Hamburger Behindertensport der Alexander Otto Sportstiftung.

Die zehnte Verleihung im Rathaus moderierte der Stiftungs-Vorsitzende Rando Aust im schicken Karoanzug, dazu mischten sich Politiker wie Sportsenator Andy Grote und Dietrich Wersich mit Wirtschaftsgrößen wie Alexander Otto, Reiner Brüggestrat, Christina Block und Ian Karan unter Sportler wie Hamburg-Towers-Chef Marvin Willoughby, Ex-Boxerin Ina Menzer und Martin Schwalb, ehemaliger Meister-Trainer des Hamburger SV.

Kubicki: Es war eine spontane Idee von mir"

Während die CDU ihren Neujahrsempfang unkonventionell in der Pizzeria „Mama“ unweit des Rathauses mit Armin Laschet, dem Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, beging, hatte einer der populärsten Politiker des Landes seinen Auftritt in der Hanse-Lounge von Geschäftsführer Michael Kutej: Mit Blick auf die Alster sprach Wolfgang Kubicki, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, nicht nur über die Bürgerschaftswahl am 23. Februar – sondern auch über seinen Auftritt in der Sendung „Alles auf Anfang“ von Linda Zervakis.

In der war Kubicki nur mit Unterhose bekleidet in einem Freibad vom Drei-Meter-Brett gesprungen: „Es war eine spontane Idee von mir, ich habe das zuletzt vor 15 Jahren gemacht.“ Eigentlich wollte Zervakis und er nur die Beine im Wasser baumeln lassen, doch dann legte Kubicki mit einem perfekten „Köpper“ vor – und Zervakis „mit einem Fußsprung vom Einer nach“.

Ein großer Spaß sei das gewesen, sagt Kubicki, auch wenn seine Frau Sorge gehabt hätte, „dass man meinen Bauch sehen könnte“. Einziges Problem: Weil die Unterhose zu nass war, musste der Politiker ohne ins Hotel gehen … Übrigens: Kubicki wettet mit jedem um eine Flasche Wein, dass die FDP bei der Wahl in Hamburg mehr als 8,5 Prozent der Stimmen holen wird. In der Hanse-Lounge schlugen acht Gäste ein …