Hamburg

Kochhaus schließt seine Filialen in St. Georg und Alstertal

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Sophie Laufer

Beide Standorte seien zu klein, außerdem fehle es an Verkaufsfläche und Platz für Präsentationen. „Das begehbare Rezeptbuch“ sucht neue Standorte in Hamburg.

Hamburg. Die Berliner Einzelhandelskette Kochhaus hat in Hamburg in diesem Jahr bereits zwei ihrer insgesamt vier Standorte geschlossen. Nachdem schon im Frühjahr das Geschäft an der Langen Reihe aufgegeben worden war, findet jetzt auch in der Filiale im Alstertal-Einkaufszentrum (AEZ) kein Verkauf mehr statt.

„Das Kochhaus Alstertal mussten wir leider aus mehreren Gründen schließen“, erklärt die Sprecherin des in der Hauptstadt ansässigen Unternehmens, Sissy Voigt. „Es war der Versuch, das Kochhaus in einem Einkaufszentrum und somit unter anderen Standortbedingungen zu etablieren.

Wir haben versucht, eine andere Zielgruppe mit ihren Einkaufsgewohnheiten zu bedienen. Außerdem haben wir das Konzept in kleinerer Form angeboten. Es gab weder eine Espressobar noch Kochkurse oder Events.“

Verkaufsfläche ist an beiden Standorten zu klein

Der Versuch sei jedoch leider nicht erfolgreich gewesen, so Sprecherin Voigt. Ähnliche Gründe hätten auch für die Schließung des Ladens in St. Georg gesorgt. „Dieses Kochhaus hatte die kleinste Verkaufsfläche, was sich auf die Präsentation ausgewirkt hat. Die vorhandene Fläche hat nicht ausgereicht, um alle Elemente ausreichend gut verkaufen zu können“, so Voigt. Besser würden die Geschäfte in den Filialen in Eimsbüttel und Ottensen laufen. So hätten auch alle Mitarbeiter der beiden geschlossenen Geschäfte in den beiden noch bestehenden Filialen untergebracht werden können.

Grundsätzlich, so das Unternehmen, wolle man aber in Hamburg weiter wachsen. „Wir haben jetzt mehr über die perfekten Kochhaus-Standorte gelernt“, sagt Sprecherin Voigt. Diese Erkenntnisse wolle man für die weitere Expansion nutzen. „Wir haben bereits recht konkrete Pläne für neue Standorte in Hamburg im kommenden Jahr.“ Details wolle man allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten.

Der Kunde kaufen nach Rezept ein

Die Einzelhandelskette Kochhaus hatte aus der Hauptstadt ein neues Konzept nach Hamburg gebracht. Das Unternehmen selbst nennt sich „das begehbare Rezeptbuch“, denn Kunden können nach entsprechenden Rezepten einkaufen. Auf einem Tisch sind passend zu dem jeweiligen Gericht die Zutaten präsentiert. In genau der richtigen Abmessung für zwei, vier oder sechs Personen können so die Kunden die benötigten Zutaten plus Rezept mitnehmen und zu Hause zubereiten. 18 Rezepte, Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachtische können in den Geschäften gekauft werden. Die Rezepte wechseln meist alle zwei oder drei Wochen. Bundesweit gibt es derzeit elf Filialen des Unternehmens, unter anderem in München, Berlin und Frankfurt.

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