Initiative für Schulanfänger

Hockey-Star Moritz Fürste über Frühstück und Plan B

Hamburger Initiative Bio-Brotbox verteilte 15.000 mit Karotten, Müsli und Broten gefüllte Vesperboxen an Schulanfänger. „Klar unterstütze ich diese tolle Idee“, sagte Fürste.

Hamburg. Schulsenator Ties Rabe (SPD) wirbt vor gut 100 Schülern der Grundschule Charlottenburger Straße für gesunde Ernährung: „Karotten sind super, denn die enthalten Betacarotin. Das ist gut für die Augen. Und unser Sportler hier in der ersten Reihe hat sicher viele davon gegessen, darum kann er auch so gut Tore schießen.“ Der angesprochene Sportler ist Moritz Fürste, Weltmeister, Europameister, Olympiasieger, Welthockeyspieler – und Botschafter der Bio-Brotbox Hamburg. Die Hamburger Initiative verteilte jetzt 15.000 mit Karotten, Müsli und Broten gefüllte Vesperboxen an Schulanfänger. „Klar unterstütze ich diese tolle Idee“, sagte Fürste. „Schließlich weiß ich, dass ein gesundes Frühstück für einen guten Start in den Tag wichtig ist.“

Der gebürtige Hamburger zieht nach einem Jahr beim Club del Campo Madrid gerade wieder nach Hamburg und richtet seine Wohnung westlich der Alster ein. „Spanien war eine spannende Erfahrung, aber Hamburg ist meine Heimat.“ Auch sportlich ist Fürste wieder in seine Heimat zurückgekehrt, zum Uhlenhorster HC. Dort spielt auch sein zwei Jahre jüngerer Bruder Jonas sowie einige gute Freunde. „Ich freue mich einfach, wieder mit meinen Jungs zusammen zu spielen.“

Wie ist das eigentlich, wenn man als Sportler mit Ende 20 bereits so viele Titel gewonnen hat? Gibt es da noch Ziele? „Das ist eine Frage der Grundeinstellung zum Sport“, sagt Fürste. „Ich spiele ja nicht Hockey, um möglichst viele Titel zu gewinnen, sondern weil es einfach meine Passion ist.“ So sei es auch undenkbar für ihn, den Hockeyschläger eines Tages ganz an den Nagel zu hängen. Dennoch weiß auch Fürste, dass eine Karriere als Profi-Sportler irgendwann an die Grenzen des Alters stößt. Deshalb arbeitet er bereits an einem Plan B und setzt auf sein bereits abgeschlossenes Bachelor-Studium in Medienmanagement noch einen Master drauf. „Es gibt viele Zukunftsszenarien, die mich reizen“, sagte er. Aber bevor er an ein Leben abseits des Feldes denkt, will er noch möglichst lange seiner Leidenschaft Hockey nachgehen und noch ein paar neue Ziele erreichen. „Zum Beispiel bin ich noch nie mit meiner eigenen Mannschaft Deutscher Meister geworden.“