Oberhafen-Kantine Hamburg

Dresscode: Black Tie! Die Hamburgensie lebt wieder

Die Oberhafen-Kantine wurde mit einem verspäteten, dafür aber lustigen Neujahrsempfang eröffnet. Viele Prominente folgten der Einladung.

HafenCity. Es war eine schöne Nachricht aus der Gastro-Szene, als die Rialto-Chefs Tim Seidel und Sebastian Libbert vor einigen Wochen im Abendblatt erzählten, dass sie künftig die Geschicke in der stadtbekannten Oberhafen-Kantine lenken und leiten werden. Somit hat Immobilien-Investor Klausmartin Kretschmer zwei Fachleute gefunden, die die Hamburgensie mit Liebe und vielen Ideen ihren Gästen zugänglich machen wollen.

Am Freitagabend luden sie Freunde, Gäste und Weggefährten in ihre Oberhafen-Kantine zum wohl spätesten Neujahrsempfang der Stadt - Dresscode: Black Tie! Neugierige waren Eugen Block (Grand Elysée), Regisseur Ulrich Waller, "Tatort"-Schauspieler Fjodor Olev und Kollege Andreas Bichler sowie Julia Nachtmann, dazu Modedesignerin Sibilla Pavenstedt.

"Wir wollen die Oberhafen-Kantine näher an die Menschen rücken. Jeder Hamburger soll mit einem Funkeln in den Augen über seine Kantine sprechen, weil sie jedem auch ein klein wenig gehört", so Libbert bei seiner Begrüßung. Er und sein Partner wollten in vergessenen Orten wieder Lichter anzünden. Jeder sei willkommen an jenem "geschichtsträchtigen Ort", an dem einst die Wirtin Anita Haendel lebte und arbeitete. Wichtig für Seidel und Libbert ist, dass sie mit ihrem Engagement auch das umliegende Gelände beleben, auch mit Kunst. "In dem Zollamt neben der Oberhafen-Kantine entsteht ein neuer Raum für Kunst und Kultur. Nicht nur geografisch, sondern auch inhaltlich rücken wir somit an die Museumsmeile heran", erklärte Seidel. Den Anfang macht die Ausstellung "Ein Pfund Hack auf drei Brötchen", die das Leben von Haendel dokumentiert.

Sängerin Mimi Müller-Westernhagen kam mit dem Erfolgsproduzenten Frank Plasa, der eine Hymne für die Kneipe ("Hamburger Weißwurst") geschrieben hat. Die Tochter von Marius Müller-Westernhagen: "Die Oberhafen-Kantine ist toll." Die Hymne wurde am Abend auch aufgeführt: Sopranistin Julia Wachsmann trug das Lied vor.