Hamburg tanzt Chopin

Prominente Ballett-Fans kamen zur Premiere von John Neumeiers "Chopin Dances" in die Staatsoper

Neustadt. Ein 200. Geburtstag, zwei Premieren an einem Abend und eine ausverkaufte Staatsoper: Auch Altbürgermeister Ortwin Runde (SPD), Ex-"Tagesschau"-Sprecherin Dagmar Berghoff und Unternehmer Nikolaus Broschek kamen zum Auftakt der neuen Spielzeit des Hamburg Balletts unter Leitung von Intendant John Neumeier in die Staatsoper. Er huldigt dem Jubilaren - dem polnischen Komponisten Frédéric Chopin (1810-1849) - mit zwei Balletten des Choreografen Jerome Robbins in "Chopin Dances".

"Jerome Robbins repräsentiert das Beste, was das amerikanische Theater und der amerikanische Tanz hervorgebracht haben. Und daran möchte ich nicht nur meine Compagnie, sondern auch das Hamburger Publikum teilhaben lassen", sagte John Neumeier. Da es das erste Mal ist, dass die beiden Ballette gemeinsam von einer deutschen Tanzgruppe gezeigt werden, war das Publikum besonders gespannt. "Außerdem wird es anders als das, was wir bisher gewohnt sind", sagte Hapag-Lloyd-Chef Michael Behrendt, "puristischer, weil der Choreograf vor allem auf Lichteffekte setzt." Voller Vorfreude kam auch Uta Herz: "John Neumeier ist für mich immer ein Genuss." Dem stimmten auch Wirtschaftssenator Ian Karan (parteilos), Andreas Brodtmann (Berenberg-Bank) und die Ex-Schulsenatorin und GAL-Bürgerschaftsabgeordnete Christa Goetsch (GAL) zu.

Die französische Generalkonsulin Sylvie Massière kam mit ihrem Mann Michel und war etwas aufgeregt, weil es ihre erste Veranstaltung in der Staatsoper war. "Bislang hatte ich hier nur eine Führung mit den Damen des Konsularkorps und Simone Ahlhaus", sagte sie. Als Kind habe sie Ballett getanzt: "Das gehört in Frankreich dazu."