Schauspielerin Nina Petri liest in der St.-Petri-Kirche

Altstadt. Das Kirchenschiff ist abgedunkelt. An den Bänken flackern weiße Kerzen, und im hell erleuchteten Chor der St.-Petri-Kirche sitzt Nina Petri. Die Schauspielerin las dort am Sonnabend Kurzgeschichten und Gedichte zur Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit.

"Die Texte habe ich alle selbst ausgesucht und dabei gemerkt, wie viel es eigentlich zu Weihnachten gibt", sagt sie. Es sollte eine Mischung aus besinnlichen und lustigen Stücken sein. Das ist ihr gelungen. Bei "Erna, der Baum nadelt" von Robert Gernhardt gab es viel Gelächter. Doch was verbindet die Schauspielerin mit der Hauptkirche - außer ihrem Namen? "Ich habe in den 70er-Jahren selbst im Bachchor St. Petri gesungen." Diesmal sang sie aber nicht selbst mit. In den ersten Reihen lauschten auch Nina Petris Töchter Papoula und Moema sowie Mutter Gisa dem Chor und der Lesung. Im vergangen Jahr waren die Mädchen als Austauschschüler in Brasilien. "Da habe ich im schulterfreien Kleid gefeiert. Das war schon komisch", sagt Moema. Papoula freut sich jetzt vor allem auf den Weihnachtsmarkt und selbst gebackene Kekse: "Das gab es dort so nicht." Den Heiligabend und die Feiertage wird Nina Petri mit ihren Töchtern in Hamburg - und nicht in Berlin mit ihrem Lebensgefährten - verbringen. "Weihnachten wird immer mit der Familie gefeiert", sagt sie. Und das in der Regel mit Heringssalat.