Kinderbuch

"Oma Paloma" macht Kinder gesund und Großmütter glücklich

Foto: Patrick Piel / Patrick Piel/digit

Für "Hamburg macht Kinder gesund" kamen Großmütter mit ihren Enkeln zur Lesung von "Oma Paloma" in den Club an der Alster.

Rotherbaum. Sie hat bunt bemalte Fingernägel, läuft auf schwindelerregend hohen Absätzen und macht Yoga - Pias Oma Paloma aus Peru entspricht so gar nicht den Vorstellungen ihrer neun Jahre alten Enkelin, nicht dem Bild der gemütlichen Großmutter mit dem weißen Haarknoten. So jedenfalls geschieht es im Kinderbuch "Oma Paloma" der Autorin Ursel Scheffler, die vom Kuratorium des Vereins "Hamburg macht Kinder gesund" zur Lesung in den Club an der Alster geladen wurde.

Nicht nur sie, besonders die Großmütter, potenziellen Omas und Enkelkinder standen am Nachmittag im Fokus. Rund 30 Kinder mit den dazugehörigen Omas oder Müttern saßen gemütlich zusammen. "Wir wollen heute auch versuchen, den Kindern zu vermitteln, dass es ihnen gut geht, sie nicht krank sind wie andere in ihrem Alter", sagte Beiratsvorsitzende Ruth Kurtze, die durch Vorverkauf, Spenden und Tageseinnahmen 4000 Euro an den Verein weiterleiten konnte.

Auch wenn die meisten anwesenden Kleinkinder noch nicht alt genug waren, die Tragweite der Aktion zu verstehen, lauschten sie aufmerksam den fantasievollen Geschichten. Und auch die Omas - keine konnte und wollte Pias fiktiver Großmutter äußerlich Konkurrenz machen - freuten sich, den Nachmittag mit ihren Enkeln zu verbringen.

"Die beiden zu haben ist wunderbar", bestätigte Sibylle von Rauchhaupt, die mit ihren knapp vierjährigen Zwillingsenkeln Friederike und Caspar gekommen war. "Wir spielen viel draußen, fahren Bobbycar." Das wünscht sich auch Annegret Budelmann und sagt über ihren Sohn: "Er lebt in der Schweiz, hat gerade geheiratet, und ich bin in freudiger Erwartung, wann wir ein Enkelkind bekommen." Mit dabei war Kurtzes Enkelsohn Julian, lässig im St.-Pauli-Kapuzenpulli. "Das Tolle daran ist, dass ich als Oma alles mit ihm und seinem Bruder machen kann, was ich als Mutter mit meiner Tochter nicht machen konnte", sagte sie lachend. Denn dieses Privileg hat schließlich jede Oma. Egal, wie sie gekleidet ist.