Erinnernswert

Dreck am Schuh, Steaks im Hof, Gemälde an der Wand

Senelse, Snelze, Snelsingh und Schnelsing - der Name des Stadtteils hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder geändert. Er leitet sich vermutlich vom Sippen- oder Personennamen Snel oder Sello ab. Erstmals bezeugt ist Schnelsen 1347 als kleines, auf einem Geestrücken gelegenes holsteinisches Bauerndorf mit 14 Höfen. Mit dazu gehörte die Vogtei Burgwedel. Bis ins 20. Jahrhundert wurde hier Torf in den umliegenden Mooren gestochen.

Um in die Eppendorfer St.-Johannis-Kirche zu gelangen, brauchten die Schnelsener die Straße nach Niendorf. Da diese jedoch morastig war und die Schuhe oft schmutzig wurden, bekamen die Schnelsener bald den Spitznamen Swatthacken. Noch heute sind einige der alten Höfe in Schnelsen, darunter sogar Überreste einer alten Kornmühle (Peter-Timm-Straße) zu sehen. So auch der Bornkasthof - heute Steakhaus an der Frohmestraße -, den es schon im 16. Jahrhundert gab. Nach einem Brand 1868 musste er wieder neu aufgebaut werden. Auch der seit 1882 bestehende Gutshof Wendlohe, auf dem bis 1975 die Reiterstaffel der Hamburger Polizei untergebracht war, ist sehenswert.

Auf einem Wandgemälde in der Grundschule Frohmestraße ist Schnelsens Historie mit den Themen Landwirtschaft, Dorf und Stadt sehr anschaulich illustriert.

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