Hamburg. Düster endet Karin Beiers gewaltige Theaterserie. Für die Zivilisation besteht keine Hoffnung – für derart relevantes Theater schon.

Die Kuh ist nur noch ein Gerippe. Wie ein abgenagtes Mahnmal liegt sie diesmal irgendwo im Bühnenhintergrund, eine ferne Erinnerung an den Beginn dieser Saga, die unterwegs so viele ins Verderben gestürzt hat. Zu Tode gehetzt worden war die Kuh bereits im Prolog der fulminanten Theaterserie „Anthropolis“. Und dies ist nach fünf Episoden am Deutschen Schauspielhaus, allesamt von der Intendantin Karin Beier inszeniert, nun also das Ende. Alle zwei Wochen hatte es eine Premiere gegeben, griechische Mythologie als Blockbusterstoff. Jetzt ist das Staffelfinale erreicht: „Antigone“. Es ist das „schlimmste Ende“, wie sich herausstellt. Der endgültige Untergang.