Hamburg. 32 Etappen, kein bestimmtes Ziel: Der Pianist verwob bei seinem Recital im Kleinen Saal Kostbarkeiten von Schubert und Kurtág.

Schubert hat nicht nur seine berühmt-berüchtigten „himmlische Längen“, sondern auch viel kurzes Schönes geschrieben. Passt doch bestens, fand der Pianist Pierre-Laurent Aimard und kombinierte deswegen, als reizvollen Abschluss eines dreitägigen Themenschwerpünktchens in der Elbphilharmonie in Hamburg etliche Schubert-Kleinigkeiten mit vielen von György Kurtágs „Játékok“-Miniaturen. So inszenierte Aimard die Begegnung seelenverwandter eigenwilliger Künstlergemüter, die (sich) – obwohl etwa zwei Jahrhunderte voneinander entfernt – auch mit wenigen Noten viel zu sagen haben.