Kirche

„Alleine, fast blind und schwerelos“

Taucheinsatzführer Björn Schenkel (41) ist seit 2006 als Taucher bei der Feuerwehr: „Zu unseren Hauptaufgaben zählt die Menschenrettung. Wir werden vor allem zu Unfällen in Badeseen oder in der Elbe gerufen. Unser Einsatz ist mit hoher physischer wie psychischer Belastung verbunden. Man ist allein im Wasser, es ist kalt, und man sieht so gut wie nichts. Wenn ich nach einer Person suche, mache ich die Augen zu, um den Blick in die Augen eines Toten zu vermeiden. Für mich ist es Routine, nur bei Kindern ist es belastend, ich habe selbst vier Kinder. Nach den Einsätzen sprechen wir mit den Kollegen darüber. Ich bin im Landkreis Uelzen aufgewachsen und war schon als Kind viel an der See, mich begeistert das schwerelose Gefühl unter Wasser. Dem Tauchen widme ich auch einen Teil meiner Freizeit. Ich unterrichte Kinder in einer Tauchschule und bilde in einem Hilfsprojekt in Hamburgs Partnerstadt Daressalam in Tansania am Indischen Ozean Rettungstaucher aus. Auf der Nachbarinsel Sansibar entdecke ich dann beim entspannten Tauchen gerne die tropische Unterwasserwelt.“