Kirche

Kunst und Kultur

Das beliebte Kinderspielzeug Kaleidoskop motivierte die Künstlerin Claudia Reich zu einer Installation im Levantehaus über die Vielfältigkeit des Lebens. In ihrer Rauminszenierung mit Oktoskopen eröffnet sie dem Betrachter neue Per­spek­ti­ven und lenkt den Blick auf die Kostbarkeit des Lebens.

Dem Wert des Lebens näherte sich auch die mit Stoff arbeitende Künstlerin Petra Kilian. Unter dem Titel „Human Rights“ schuf sie am Mahnmal St. Nikolai eine Bodeninstallation aus 30 einzelnen Stoffarbeiten, bestickt mit jeweils einem Artikel der Menschenrechte.

Wie aktuell es ist, auf diese Rechte aufmerksam zu machen, zeigt das Programm der Jerusalemkirche in Eimsbüttel. Die Gemeinde befasst sich im Laufe des Abends mit der Situation der Flüchtlinge und zeigt dazu auch den Film: „New Life – wie Geflüchtete ein neues Leben in Deutschland beginnen“ von Yasser Salem. Der Regisseur ist anwesend.

In der Christ-König-Kirche in Lok­stedt lernen die Besucher verschiedene Lebenswelten kennen. Als Literaturkirche hat die Gemeinde drei Autoren zu Lesungen aus ihren Werken eingeladen. Mit dem Hamburger Gino Leineweber reisen die Zuhörer gedanklich nach Michigan („Wo der Teddybär lebt – und andere Einsichten über Michigan“). Mit Susanne Bienwald lernen sie die Nöte einer Studentin kennen („Wittensee“), und mit dem Autor und Chef des Literaturhauses Hamburg Rainer Moritz geht es in die Welt der Bücher („Die Überlebensbibliothek“). Grafikerin Ania Groß wird die literarischen Texte in visuelle Notizen, sogenannte Sketchnotes, umsetzen, die das Gehörte schnell erfassbar machen. Als Angebot der Schwerhörigenseelsorge werden die gesprochenen Texte auch per Beamer untertitelt.

Levantehaus, Ausstellung läuft bereits (bis 18.9.), tgl. 12–19 Uhr, am 17.9. open end, Mönckebergstr. 7;Mahnmal St. Nikolai, ab 18 Uhr, Willy-Brandt-Str. 60;Jerusalemkirche, 22–22.45 Uhr, Schäferkampsallee 36; Christ-König-Kirche, 19–23 Uhr, Bei der Lutherbuche 36

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