Fussball-Landesliga

Altenwerder leitet Heimniederlage mit Eigentor selbst ein

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Altenwerders Nusret Memedi (l.), der die Vorlage zum 1:0 gab, reibt sich im Zweikampf mit Halstenbeks Nico Gerber auf. 

Altenwerders Nusret Memedi (l.), der die Vorlage zum 1:0 gab, reibt sich im Zweikampf mit Halstenbeks Nico Gerber auf. 

Foto: Günther Bröde

Nach einem Unentschieden zur Halbzeit gehen die Landesliga-Fußballer noch mit 1:6 gegen Halstenbek-Rellingen unter.

Neugraben.  Es war keine neue Erkenntnis, die Fußballtrainer Muharrem Tan nach dem bitteren 1:6 (1:1) seiner Landesligafußballer vom FTSV Altenwerder gegen die SV Halstenbek-Rellingen offenbarte. „Wir sind von der Taktik und vom Spielverständnis her noch nicht reif für die Landesliga“, sagte Tan, dessen Mannschaft weiter auf den ersten Sieg warten muss. „Auf der einen Seite brauchen wir viel zu viele Torchancen für einen Treffer, auf der anderen Seite machen wir es dem Gegner zu einfach.“

Rückpass von Finn Lübben landet im verwaisten eigenen Tor

„Oder wir schießen die Tore für den Gegner gleich selber“, fügte er nicht ohne Ironie an und bezog sich damit auf das Tor zum 1:2. Da hatte Finn Lübben einen klassischen Blackout, spielte den Ball per Rückpass Richtung eigenes Tor. Dass sein Keeper Daniel Jedraszczyk aber vorher den Kasten verlassen hatte, um an der Strafraumgrenze zu klären, war ihm offensichtlich nicht mehr bewusst. So trudelte der Ball zur Führung der Gäste ins eigene Tor. Lübben sah dem Ball lange fassungslos hinterher.

„Das war die entscheidende Szene“, sagte Muharrem Tan, dessen Mannschaft bereits in der neunten Minute nach einer schönen Kombination und einem Zuspiel von Nusret Memedi das 1:0 durch Abdullatif Youssef erzielte. Die Freude währte nur kurz; Halstenbek-Rellingen glich fünf Minuten später aus und hätte bereits vor dem Pausenpfiff in Führung gehen können, doch Jedraszczyk verhinderte nach gut einer halben Stunde einen weiteren Gegentreffer.

Keeper Daniel Jedraszczyk vereitelt etliche hochkarätige Torchancen

Durch das Eigentor von Finn Lübben leitete der FTSV Altenwerder die hohe Heimniederlage selbst ein. Drei Minuten später legten die Gäste aus Schleswig-Holstein nach und ließen am Ende drei weitere Treffer binnen zehn Minuten folgen. Der Strafstoß zum 1:6-Endstand war für Daniel Jedraszczyk unhaltbar. Vorher hatte er etliche hochkarätige Torchancen der Gäste abgewehrt.

Auch angesichts der bitteren Heimpleite hat Muharrem Tan seine Zuversicht nicht verloren. Seine Mannschaft sei noch unerfahren und müsse endlich aus ihren Fehlern lernen. „Das sind alles tolle Typen. Die Mannschaft hat Charakter“, begründet er seinen Optimismus und prophezeite: „Am Ende werden wir über dem Strich stehen.“

( gb )

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