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HTB-Juniorinnen warten weiter auf den ersten Sieg

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Zweikampf der Spielführerinnen: HTB-Kapitänin Nora Marczoch (l.) kann sich gegen Jenas Emily Reske durchsetzen.

Zweikampf der Spielführerinnen: HTB-Kapitänin Nora Marczoch (l.) kann sich gegen Jenas Emily Reske durchsetzen.

Foto: Günther Bröde

Am vierten Spieltag der U17-Bundesliga verliert der Harburger TB sein Heimspiel 1:2 gegen Jena. Es bleibt bei einem Punkt in dieser Saison.

Harburg.  Mit großen Hoffnungen waren die Fußball-B-Juniorinnen des Harburger TB in das Bundesliga-Heimspiel gegen FC Carl Zeiss Jena gegangen. „Das ist ein Gegner, gegen den wir punkten können“, war Teammanager Can Özkan vor dem vierten Ligaspiel zuversichtlich, dass für die bis dahin mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen in die Saison gestarteten U17-Fußballerinnen den ersten Sieg erzielen würden. Die Gäste waren ja mit ebenfalls erst einem Punkt auf der Habenseite angereist.

Und es wurde das erwartete Spiel auf Augenhöhe; allerdings mit dem besseren Ende für die Gäste aus Thüringen. Die Harburger Mädchen waren mit 1:2 (1:1) knapp unterlegen und müssen in ihrer dritten Saison in der höchsten deutschen Liga weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Dabei begann das Heimspiel vor 140 Zuschauern verheißungsvoll.

Johanna Scholles trifft nach 17 Minuten zum 1:1-Ausgleich

Gleich mit dem ersten Angriff konnte Johanna Scholles abschließen, traf allerdings nur den Pfosten. Und auf das Pech folgte postwendend die kalte Dusche, als ein Schuss von Maxi Schulze nach drei Minuten zum 0:1 bei Harburgs Torhüterin Thale Martje Rüther einschlug. Die stand zum ersten Mal in einem Bundesligaspiel im Tor der HTB-Mädchen, wie Co-Trainer Thomas Saucke später erzählte. „Von der Kreisliga direkt in die Bundesliga“, sagte er.

Was im Grunde für eine Vielzahl der HTB-Spielerinnen gilt, die mit dem FC Carl Zeiss Jena auf ein Mädchenteam trafen, das in einem DFB-Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wird, das vom Verein mit Unterstützung eines Sportgymnasiums, einer sportmedizinischen Einrichtung und eines sportwissenschaftlichen Institutes der Friedrich-Schiller-Universität betrieben wird.

Unterlegen in Sachen Zweikampfverhalten, Technik und Gedankenschnelligkeit

Trotz der ungleichen Voraussetzungen konnten die Gastgeberinnen auf der Jahnhöhe mithalten und in der 17. Minute durch Johanna Scholles zum 1:1 ausgleichen. Dass die Gegnerinnen ihnen in Sachen Zweikampfverhalten, Technik und Gedankenschnelligkeit überlegen waren, machten die Harburgerinnen durch Kampf und Einsatz wett. Aber die Thüringerinnen waren auch sehr clever.

Einen schnell ausgeführten Freistoß hoch in den Strafraum verlängerte Jalysa Jill Stechemesser mit dem Kopf über die HTB-Torhüterin hinweg zum 1:2 ins Netz (52.). „Das war einstudiert, das haben die echt clever gemacht,“ sagte Thomas Saucke anerkennend. Zurückzuführen sei die Niederlage aber vor allem darauf, dass die Harburgerinnen nicht konsequent in die Zweikämpfe gegangen seien. Auch am Laufverhalten hatte Saucke einiges auszusetzen: „Wir waren zu oft noch einen Schritt zu spät.“

( gb )

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