Liga-Spielbetrieb startet

Start für die Punktspiele der Amateur-Fußballer

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Günther Bröde
TSV-Angreifer Luca Knobloch (links) hatte im Pokal die vorzeitige Entscheidung auf dem Fuß, bleibt aber letztlich an FCS-Keeper  Mauro Leonardo Paramidani hängen.

TSV-Angreifer Luca Knobloch (links) hatte im Pokal die vorzeitige Entscheidung auf dem Fuß, bleibt aber letztlich an FCS-Keeper  Mauro Leonardo Paramidani hängen.

Foto: @K. Schaar / HA

Wie der Hamburger Fußball-Verband die Ligen neu geordnet hat. Unterbrechungen zwischen den Spielen werden verlängert und mehr Spielzeit.

Harburg. Ein bisschen Normalität ist ja bereits zurückgekehrt auf die Fußballplätze in Harburg Stadt und Land. Die ersten Pokalrunden liegen hinter den Mannschaften, die unter dem Dach des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV) spielen. Am Wochenende soll es richtig losgehen mit dem fast normalen Fußballbetrieb.

In Hamburg und Niedersachsen stehen die ersten Punktspiele in fast allen Ligen auf dem Plan. Allerdings in beiden Ländern mit starken Eingriffen im Spielmodus. So hat der Verband beispielsweise die bisher eingleisige Oberliga mit den bisherigen Mannschaften in zwei Staffeln mit zehn und neun Vereinen gegliedert.

Die beiden Südvereine, TSV Buchholz 08 und der FC Süderelbe, treten in der so genannten Oberliga 2 mit neun Mannschaften an und treffen gleich im ersten Ligaspiel am Sonntag um 14 Uhr in Buchholz aufeinander. Erst in der vergangenen Woche hatte sich im Wettbewerb um den Lottopokal Buchholz 08 an gleicher Stelle mit 3:2 gegen den Nachbarn durchgesetzt und jetzt für die nächste Pokalrunde ein Freilos erhalten.

Die Hamburger Fußballklassen sind nach geografischen Gesichtspunkten geordnet

Sämtliche Hamburger Fußballklassen seien nach geografischen Gesichtspunkten neu zusammengestellt worden, erklärt Frank Flatau vom HFV. „Auf den Sportanlagen gelten weiterhin die Hygienevorschriften der jeweiligen Heimvereine, die ihre Hygienekonzepte beim Fußballverband einreichen mussten“, sagte der neue Vorsitzende des Spielausschusses in einem Video, das der HFV ins Netz gestellt hat.

In der Oberliga Hamburg ziehen nach einer regulären Spielserie mit Hin- und Rückspielen die ersten Fünf der Oberliga 1 und die ersten Vier der Oberliga 2 in eine Meisterrunde ein, in der der Hamburger Fußballmeister ermittelt wird. Die übrigen Vereine spielen in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt. Die Punkte, die eine Mannschaft in der regulären Spielserie gegen die Gegner in der Meister- oder Abstiegsrunde gewonnen hat, werden mitgenommen. Diese Begegnungen werden nicht erneut gespielt. Am Ende kommen alle Teams auf die gleiche Anzahl von Spielen.

In die Landesliga steigen vier Mannschaften als Regelabsteiber ab

Vier Mannschaften steigen als Regelabsteiger in die Landesliga ab, eventuell werden es mehr, wenn ein Hamburger Verein in der Regionalliga die Klasse nicht halten kann. Alle übrigen Ligen in Hamburg sind in 11er oder 12er Staffeln gegliedert. Ziel der Verringerung der Anzahl der Teams im jeweiligen Wettbewerb ist es, den Mannschaften zu freien Wochenende zu verhelfen, den zeitlichen Abstand zwischen den Spielen auf den Plätzen zu erhöhen und ausreichend Spielzeiten für den Jugend- , Frauen- und Mädchenfußball sowie die Ü-Mannschaften zu schaffen.

Grundsätzlich gilt in Hamburg für den Bereich unterhalb der Oberliga: Jeder Meister jeder Staffel steigt auf. Absteiger werden bei ungleicher Anzahl an Spielen nötigenfalls mit der sogenannten Quotientenregelung ermittelt. So auch in der dreiteiligen Landesliga, in der der Harburger TB und der ATSV Altenwerder in Staffel 1 aufeinandertreffen. Dies ist für Freitagabend um 19.30 Uhr auf der Jahnhöhe vorgesehen. Klub Kosovo, der FC Türkiye und Dersimspor spielen in Staffel 2.

Die Bezirksliga ist nicht mehr in vier, sondern in sechs Staffeln gegliedert

Die zuletzt in einer Nord-, West-, Ost- und Südstaffel ausgetragene Bezirksliga ist in sechs Staffeln gegliedert. Die Südvereine TSV Neuland, FC Süderelbe II, SV Wilhelmsburg, Buchholz 08 II, TuS Finkenwerder, die HNT, Rot-Weiss Wilhelmsburg und der Harburger SC treffen in der Staffel 5 aufeinander.

Gar in sieben Staffeln aufgeteilt ist die Kreisliga Hamburg. Wie die Oberliga Hamburg spielen auch die Landes-, Bezirks- und Kreisligen in Niedersachsen zunächst Qualifikationen in abgespeckten Staffeln und danach Meister- und Abstiegsrunden. Unter dem Vorbehalt, dass durch Beschluss des jeweils zuständigen Spielausschusses notfalls sowohl in der Qualifikation als auch in Meister- oder Abstiegsrunde nur eine einfache Punkterunde gespielt werden kann. Relegationsspiele sind in Niedersachsen für die Saison 2021/2022 ausgesetzt.

Die Pokalwettbewerbe werden nach hinten geschoben

Die Bezirksligisten MTV Borstel-Sangenstedt, SV Bendestorf, TV Meckelfeld und der VfL Maschen treffen in Staffel 1 der Bezirksliga Lüneburg 2 aufeinander, in Staffel 2 spielen der Buchholzer FC, MTV Egestorf, SG Scharmbeck-Pattensen, TSV Winsen und TuS Fleestedt. Die Kreisliga Harburg spielt in zwei Staffeln mit je acht Mannschaften.

Die Kreis- und Bezirkspokalwettbewerbe im Landkreis Harburg sind noch nicht gestartet. „Die haben wir nach hinten geschoben, wollen die Pokalwettbewerbe aber nach dem geplanten Saisonende Mitte Mai bis Mitte Juni 2022 nachholen“, sagte Frank Dohnke, Vorsitzendes Niedersächsischen Fußballverbandes-Kreis Harburg. Auf die beliebten Pokalspiele sollen die Fußballfans also nicht verzichten.

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