Handball Bundesliga Frauen

BSV-Spielerinnen geben ihr letztes Hemd

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Markus Steinbrück
Die Handballerinnen des Buxtehuder SV geben ihr letztes Hemd. Unter diesem Motto werden in den kommenden Wochen die Trikots der Bundesligasaison 2020/21 versteigert – und zwar zu Gunsten der Handball-Jugend.

Die Handballerinnen des Buxtehuder SV geben ihr letztes Hemd. Unter diesem Motto werden in den kommenden Wochen die Trikots der Bundesligasaison 2020/21 versteigert – und zwar zu Gunsten der Handball-Jugend.

Foto: Buxtehuder SV

Erlös der Trikot-Versteigerungen fließt an die Handballjugend in Buxtehude. Torhüterin Katharina Filter zur Spielerin der Saison gewählt.

Buxtehude.  Die Bundesliga-Handballerinnen des Buxtehuder SV geben ihr „letztes Hemd“. Unter diesem Motto werden in den kommenden Wochen die Trikots der am Pfingstwochenende beendeten Bundesligasaison 2020/2021 versteigert. Die Aktion findet nicht zum ersten Mal statt. Die Erlöse gehen zu 100 Prozent an den Förderverein. In diesem Jahr werden sie für die Förderung der Handballjugend eingesetzt.

In drei Durchgängen werden Trikots von jeweils fünf oder sechs BSV-Spielerinnen versteigert. Die erste Auktion läuft bis kommenden Sonntag, 6. Juni, um 20 Uhr. Aktuell angeboten werden Trikots von Lea Rühter, Lisa Antl, Teresa von Prittwitz, Annika Lott und Lynn Schneider. Interessenten können ihre Gebote für die original getragenen Trikots per E-Mail info@bsv-live.de abgeben. Das Startgebot pro Trikot beträgt 100 Euro. Die E-Mail sollte den Vor- und Nachnamen des Bieters, eine Telefonnummer, das Gebot und den Namen der Spielerin enthalten, auf deren Trikot geboten wird. Bei identischen Beträgen zählt die früher eingegangene Mail.

Höchstgebote lagen am Dienstag bei 201 Euro pro Trikot

Das aktuelle Höchstgebot wird im Internet auf www.bsv-live.de kommuniziert. Die Aktualisierung erfolgt zweimal täglich um 10 und 17 Uhr. Am Dienstagabend waren die Trikots von Annika Lott und Teresa von Prittwitz die begehrtesten, jeweils 201 Euro wurden dafür geboten. In den letzten drei Stunden vor Auktionsende wird das Höchstgebot stündlich aktualisiert, die letzte Aktualisierung erfolgt zehn Minuten vor Ende.

Unterdessen ist Katharina Filter als BSV-Spielerin der Saison 2020/2021 ausgezeichnet worden. Die Fans und eine Expertenjury wählten die Torhüterin mit großem Abstand auf Platz eins vor Rechtsaußen Meret Ossenkopp und Kreisläuferin Lisa Antl. Etwa ein Drittel aller Würfe, die auf ihr Tor flogen, konnte Katharina Filter in dieser Saison parieren. Mehrfach war sie Spielerin des Tages. Als Belohnung wählten die Fans die 22-Jährige mit 34,5 Prozent der abgegebenen Stimmen zur Spielerin der Saison.

Filter ist die fünfte ausgezeichnete Torhüterin seit 2000

Filter ist die fünfte Torhüterin, der diese Ehre seit der ersten Vergabe 2000 zuteil wird. Sie reiht sich ein in eine Reihe mit Silke Christiansen, Debbie Klijn, Antje Peveling und Lea Rühter. Für Katharina Filter, die in dieser Saison den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft hat, in allen 30 Bundesligaspielen zum Einsatz kam und ein Tor warf, kam die Auszeichnung überraschend. „Ich habe es mir zwar ausgemalt und vielleicht auch gehofft, aber gerechnet habe ich damit nicht“, sagte sie.

In ihrer zweiten Bundesligasaison steigerte sich Filter kontinuierlich und bildete vor allem in der Schlussphase der Saison einen zuverlässigen Rückhalt, als Torwart-Kollegin Lea Rühter wie in der Vorsaison verletzt ausfiel. Persönlich und auch mit der Mannschaft möchte sie in der neuen Saison wieder weiter oben angreifen, Buxtehude hatte den zehnten Platz belegt. „Uns sind in dieser Saison bis zu acht Leistungsträgerinnen weggebrochen. Ich möchte in der Nationalmannschaft einen festen Platz bekommen und gern bei der Weltmeisterschaft mitspielen“, so Katharina Filter.

Meret Ossenkopp landet auf Platz zwei vor Lisa Antl

Erstmals zu einem Lehrgang des Deutschen Handballbundes (DHB) wurde auch Meret Ossenkopp eingeladen. In den kommenden Tagen gehört sie zum Aufgebot von Bundestrainer Henk Groener. Bei der Wahl zur BSV-Spielerin der Saison entfielen 18,6 Prozent der Stimmen auf die 22-Jährige, die aus Lüneburg stammt. Mit 102 Saisontoren – allein in der Rückrunde erzielte sie 86 Treffer – war die Rechtsaußen die zweitbeste Torschützin des Buxtehuder SV. „Ich habe nicht gedacht, dass ich so weit vorn lande, vor allem nicht in der ersten Saison. Aber es ist eine schöne Anerkennung“, sagte Ossenkopp.

Jäh ausgebremst wurde die Drittplatzierte (16,7 Prozent) Lisa Antl. Nach einer schwierigen ersten Spielzeit beim BSV und Problemen mit dem Wurfarm während der Vorbereitung trumpfte die Kreisläuferin zu Beginn der Spielzeit auf, erzielte in 24 Bundesligaspielen 70 Tore und wurde ebenso zu einem Lehrgang der Nationalmannschaft eingeladen. Den Saison-Endspurt verpasste Antl dann allerdings wegen einer Fuß-Operation.

Am 11. September beginnt die neue Saison in Oldenburg

In der kommenden Saison möchte die 20-Jährige an die vor der Operation gezeigten Leistungen anknüpfen. „Ich möchte wieder richtig fit werden, damit ich die gesamte Saison durchziehen kann und gern auch wieder bei der Nationalmannschaft angreifen.“ Ob sie zum Vorbereitungsstart schon wieder einsatzfähig ist, darauf möchte sich Antl nicht festlegen. „Bis zum ersten Bundesligaspiel bin ich wieder fit“, äußert sie sich dennoch zuversichtlich.

Gemäß dem vorläufigen Spielplan startet der Buxtehuder SV mit einem Auswärtsspiel beim VfL Oldenburg in die Bundesligasaison 2021/2022. Angesetzt ist das Niedersachsenderby für Sonnabend, 11. September 2021, um 19.30 Uhr in der Ewe-Arena.

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