Frauen-Bundesliga

Handball-Luchse sind gegen Metzingen chancenlos

| Lesedauer: 2 Minuten
Markus Steinbrück
Einen schweren Stand hatte Kreisläuferin Evelyn Schulz gegen Metzingens Abwehr. Sie kam auf ein Tor und zwei Zeitstrafen.

Einen schweren Stand hatte Kreisläuferin Evelyn Schulz gegen Metzingens Abwehr. Sie kam auf ein Tor und zwei Zeitstrafen.

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Schlikis via www.imago-images.de / imago images/Beautiful Sports

Bundesliga-Aufsteiger unterliegt dem Tabellenvierten mit 22:28. Erste Minuten und erste Tore für die 19 Jahre alte Daria Rassau.

Buchholz.  Kurz vor Ende der Transferfrist Mitte Februar hatten die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten drei junge Spielerinnen des Drittligisten Grün-Weiss Schwerin mit einem Zweitspielrecht ausgestattet. „Sollte es eine von den Dreien auf die Platte in der Bundesliga schaffen, wäre das für uns als Verein die höchste Auszeichnung“, sagte seinerzeit Trainer Steffen Franke. Am Sonntag im Bundesliga-Heimspiel der Luchse gegen die TuS Metzingen (22:28) war es soweit.

Daria Rassau aus Schwerin wirft zwei Tore von halbrechts

Daria Rassau wurde in der 55. Minute für Fatos Kücükyildiz eingewechselt. Nach einigen vorsichtigen Pässen traute sich die 19-Jährige auf der halbrechten Rückraumposition mehr zu. Mit einem energischen Durchbruch zum Kreis erzielte sie prompt ihr erstes Bundesligator zum 20:26 und ließ eine Minute später Tor Nummer zwei zum 21:27 folgen.

Eine schöne Randgeschichte in einer Partie, in der die Gastgeberinnen nie wirklich die Chance auf einen Punktgewinn hatten. Lange hielten die Handball-Luchse den Rückstand in einem erträglichen Rahmen von bis zu drei Toren. Allerdings taten die Gäste, die mit Maren Weigel und Marlene Zapf über zwei Nationalspielerinnen verfügen, nicht mehr als unbedingt nötig. Mit einer Vielzahl technischer Fehler machen sich die Luchse das Leben selbst schwer. Exemplarisch sei Fatos Kücükyildiz genannt, die fünf, teils spektakuläre Tore erzielte, aber mindestens genauso oft auch den Ball verlor.

Oberliga-Torhüterin Ariela Witthöft zeigt gute Leistungen

Neben Daria Rassau machte auch Torhüterin Ariela Witthöft auf sich aufmerksam. Die etatmäßige Keeperin der Oberligamannschaft kam ebenso wie Zoe Ludwig auf eine Spielzeit von 28 Minuten und drei Paraden. „Wir sind nicht so eingebrochen wie gegen Buxtehude oder Dortmund. Das sollte uns Mut und Selbstvertrauen geben“, sagte Geschäftsführer Sven Dubau und dachte an kommenden Sonnabend, wenn es in Göppingen zur vorentscheidenden Partie um den Relegationsplatz kommt. „durch die erste Halbzeit haben wir uns gut durchgekämpft und uns nicht den Schneid abkaufen lassen“, sagte Trainer Dubravko Prelcec. „Allerdings hätte ich mir ein, zwei Gegentore und einige technische Fehler weniger gewünscht.“

Die Tore: Kim Berndt (9/5), Fatos Kücükyildiz (5), Sarah Lamp (3), Daria Rassau (2), Louise Cronstedt, Maj Nielsen und Evelyn Schulz (alle 1)

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport