Volleyball

SVG Lüneburg verliert erstes Halbfinale nach 2:0-Satzführung

| Lesedauer: 3 Minuten
Markus Steinbrück
Linus Weber aus Friedrichshafen (hinten) punktete in der entscheidenden Phase sogar gegen Dreierblocks der SVG Lüneburg. In dieser Szene findet sein Ball einen Weg durch Jordan Ewert, Michel Schlien und Richard Peemüller (v.l.) hindurch.

Linus Weber aus Friedrichshafen (hinten) punktete in der entscheidenden Phase sogar gegen Dreierblocks der SVG Lüneburg. In dieser Szene findet sein Ball einen Weg durch Jordan Ewert, Michel Schlien und Richard Peemüller (v.l.) hindurch.

Foto: nordphoto GmbH / Hafner via www.imago-images.de / imago images/Nordphoto

Bundesligaherren bringen ihren Vorsprung beim VfB Friedrichshafen nicht ins Ziel. Zweites Play-off-Halbfinale am Donnerstag in Reppenstedt.

Lüneburg.  Die Volleyballer der SVG Lüneburg haben die Chance verpasst, im Kampf um die deutsche Meisterschaft für eine große Überraschung zu sorgen. Im ersten von maximal drei Spielen des Play-off-Halbfinales führten sie am späten Sonntagabend schon mit 2:0-Sätzen beim VfB Friedrichshafen, um dann doch mit einer 2:3 (25:17, 25:23, 20:25, 19:25, 9:15)-Niederlage die Rückreise vom Bodensee antreten zu müssen.

Schon in der Hauptrunde hatte es ein knappes 2:3 gegeben

Der Rekordmeister und Rekord-Pokalsieger führt in der Best-of-three-Serie mit 1:0 und kann im zweiten Spiel am Donnerstag, 19 Uhr, in Reppenstedt den Finaleinzug perfekt machen. Allerdings dürften die „Häfler“ nun verinnerlicht haben, dass sie dafür am Leistungsmaximum agieren müssen. Bereits im letzten Hauptrundenspiel 15 Tage zuvor hatte Friedrichshafen die SVG Lüneburg erst in fünf Sätzen niedergerungen.

Im anderen Halbfinale setzten die SWD Powervolleys Düren das erste Ausrufezeichen. Der Hauptrundenzweite besiegte in der heimischen Arena die Berlin Recycling Volleys mit 3:1. Der Titelverteidiger aus der Hauptstadt muss das zweite Spiel am Mittwoch (19.30 Uhr, www.sporttotal.tv) unbedingt gewinnen, um ein drittes und entscheidendes Spiel am Sonnabend in Düren zu erzwingen.

Gijs van Solkema und Viktor Lindberg zu Beginn überragend

Die SVG Lüneburg zeigte zwei Sätze lang eine grandiose Vorstellung gegen einen Kontrahenten, dem sie zu Bundesligazeiten bisher am häufigsten gegenüberstand, gegen den sie aber auch die schlechteste Bilanz aufweist. Der Auftaktsatz der LüneHünen war in jeder Hinsicht überragend. Zuspieler Gijs van Solkema sorgte mit einer Aufschlagserie zum 17:11 für die Vorentscheidung. Im zweiten Durchgang versenkte dann Viktor Lindberg fast jeden seiner Angriffe. Zünglein an der Waage zugunsten Lüneburgs war ein Videobeweis. Ein vermeintlicher Aus-Ball von Kapitän Michel Schlien wurde nach Ansicht der Bilder in ein 21:20 für die SVG umgewertet, weil ein VfB-Spieler den Ball noch berührt hatte. Lindberg verwandelte kurz danach den Satzball zur 2:0-Führung.

Auf der anderen Seite steht aber ein Gegner, der seit Jahrzehnten Champions League spielt, mit Nationalspielern vieler Nationen und mit einem ausgeglichen besetzten Kader auf hohem Niveau. Und so wechselte VfB-Trainer Michael Warm einen neuen Zuspieler und einen neuen Außen ein, später kam noch ein neuer Mittelblocker. Friedrichshafen übernahm immer mehr das Kommando, gewann die Sätze drei und vier und war auch im Tiebreak nicht mehr aufzuhalten. Dort war der stark aufspielende Linus Weber dann sogar gegen Dreierblocks der SVG Lüneburg erfolgreich. Mit fünf Punkten in Folge baute Friedrichshafen die Führung von 5:4 auf 10:4 aus, die Entscheidung war gefallen.

Hübner: „Wohl das Beste, was wir in dieser Saison gespielt haben“

„Die ersten beiden Sätze waren überragend und wohl das Beste, was wir in dieser Saison gespielt haben. Auch in den Sätzen drei und vier haben wir noch sehr gut angegriffen. Nur hat Friedrichshafen den Rhythmus gut verändert, was besonders Weber unheimlich effizient genutzt hat. Insgesamt waren wir nah dran – und das wollen wir auch im nächsten Spiel wieder sein“, sagte Lüneburgs Trainer Stefan Hübner vor dem zweiten Duell am Donnerstag.

( msb )

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