Volleyball-Bundesliga

SVG Lüneburg kassiert dritte Saisonniederlage

Leon Dervisaj und Florian Krage zeigen vollen Einsatz, können aber einen weiteren Punkt für die Volleys Herrsching nicht verhindern.

Leon Dervisaj und Florian Krage zeigen vollen Einsatz, können aber einen weiteren Punkt für die Volleys Herrsching nicht verhindern.

Foto: via www.imago-images.de / imago images/Oryk HAIST

Die Volleyballer verlieren bei den WWK Volleys Herrsching mit 17:25, 17:25 und 31:33 – vor allem die beiden ersten Sätze waren entscheidend.

Herrsching.  Als die Volleyballer der SVG Lüneburg nach neun Stunden und 749 Kilometern am frühen Sonntagmorgen aus dem Mannschaftsbus stiegen, dürfte eine Mischung aus Müdigkeit und Enttäuschung vorgeherrscht haben. Mit 0:3 (17:25,17:25,31:33) hatten die Lüneburger am Vorabend bei den WWK Volleys Herrsching die dritte Saisonniederlage einstecken müssen. Insbesondere in den ersten beiden Sätzen ließ sich die SVG schlichtweg überrollen .

Topscorer fiel mit Bänderriss aus

SVG-Trainer Stefan Hübner musste am bayrischen Ammersee auf Topscorer Jannik Pörner (26/Diagonalangriff) verzichten, der sich beim Abschlusstraining am Donnerstag vermutlich einen Bänderriss im Sprunggelenk zuzog. „Er bringt eine unheimliche Stabilität rein. Mit Michel Schlien und Tyler Koslowsky ist er auch ein bisschen mein verlängerter Arm auf dem Feld“, sagte der Trainer über den Ausfall. Stefan Hübner beorderte Richard Peemüller (22) für Jannik Pörner in die Startaufstellung. Der 22-jährige war nach einem Trauerfall erst am Montag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Gegner zieht frühzeitig davon

An Peemüller lag es jedoch nicht, dass die SVG den Spielbeginn komplett verschlief und Trainer Stefan Hübner zwei frühe Auszeiten nehmen musste. Da lag die SVG bereits mit 3:7 und 6:13 zurück. Herrsching suchte mit druckvollen Aufschlägen immer wieder den unsicher wirkenden SVG-Außenangreifer Viktor Lindberg (24). Aus einer wackeligen Annahme heraus sorgten eigene Fehler und ein starker Herrschinger Block dafür, dass der erste Satz schnell mit 17:25 entschieden war. „Die Annahme war nicht gut und wir haben selber schwach aufgeschlagen. Wir haben auch nicht gut geblockt, was eigentlich eine Stärke von uns ist“, haderte Stefan Hübner nach der Partie.

Vergebliche Aufholjagd im dritten Satz

Spätestens als die bayrischen Gastgeber zu Beginn des zweiten Satzes mit einem Ass und einem massiven Block früh in Führung gingen, verlor die SVG vollkommen die Spannung. „Wir hatten in den ersten beiden Sätzen einfach nicht die nötige Aggressivität, vom ersten Ball an den Wettkampf anzunehmen“, sagte Stefan Hübner. Erneut nahm der SVG-Trainer beim 2:6-Rückstand eine frühe Auszeit, erneut konnte die SVG das souveräne Side-Out-Spiel der Gäste nicht unterbinden, sodass auch der zweite Satz deutlich mit 17:25 verloren ging. „Auch in der Annahme braucht man eine Aggressivität. Es wirkte am Anfang alles passiv. Wir waren sehr abwartend und haben auch als Gruppe keine gute Aggressivität auf das Feld bekommen“, analysierte Hübner.

Im dritten Satz kämpfte sich die SVG noch mal heran, wehrte sieben Matchbälle ab – und verlor am Ende doch. „Gut war, dass wir im dritten Satz die Position hatten, irgendwie in den vierten Satz zu kommen. Dann sind wir aber nicht clever genug und verschlagen zu viele Aufschläge. Das war dann ärgerlich“, sagte der SVG-Trainer. Immerhin: Richard Peemüller erzielte bei seiner Rückkehr als SVG-Topscorer 20 Punkte.