Volleyball Bundesliga

SVG Lüneburg gewinnt locker gegen Youngster

Die SVG Lüneburg konnte nach zwei Heimniederlagen den ersten Saisonerfolg in der heimischen Gellersenhalle feiern. 

Die SVG Lüneburg konnte nach zwei Heimniederlagen den ersten Saisonerfolg in der heimischen Gellersenhalle feiern. 

Foto: Maximilian Bronner

Bundesliga-Volleyballerfahren Sieg gegen VCO Berlin ein. Das Team vom Bundesstützpunkt ist nahezu identisch mit der U20-Nationalmannschaft

Lüneburg . Ein müdes Lächeln gefolgt von routiniertem Abklatschen – mehr Emotionen gab es nicht, als die Volleyballer der SVG Lüneburg am Sonnabendabend gegen den VC Olympia Berlin den ersten Heimsieg der laufenden Bundesligasaison klar machten. Mit 3:0 (25:14,25:20,25:19) siegte die favorisierte SVG vor fast leeren Rängen – lediglich eine Handvoll Ordner und Helfer waren aufgrund der geltenden Corona-Verordnung zugelassen.

„Das Wichtigste in einem Spiel wie gegen VCO Berlin ist, dass man das Spiel und den Gegner ernst nimmt“, sagte SVG-Trainer Stefan Hübner nach der Partie. Der VCO Berlin ist als Team des größten Bundesstützpunktes nahezu identisch mit der U20-Nationalmannschaft, sämtliche Spieler gehören den Jahrgängen 2001 und 2002 an.

Nachwuchsteam spielt wechselweise in der ersten und zweiten Bundesliga

Das Nachwuchsteam spielt wechselweise in der ersten und zweiten Bundesliga, ohne dabei von Play-offs oder Abstiegen betroffen zu sein. Aufgrund mehrerer Corona-Fälle verpassten die Berliner den Saisonstart und bestritten erst am vergangenen Mittwoch das erste Ligaspiel.

Bereits zu Beginn des ersten Satzes konnte sich die SVG Lüneburg einen komfortablen Vorsprung herausspielen. Einem starken Block von Michel Schlien (28) ließ US-Außenangreifer Jordan Ewert (23) ein Ass zum 13:7 folgen. Die SVG-Akteure spielten kontrolliert, verloren jedoch nicht an der nötigen Spannung.

Im Gegensatz zum VCO lieferten die Lüneburger den nötigen Aufschlagdruck, um den kontrollierten Spielaufbau des Gegners zu verhindern. Und so konnte letztendlich Diagonalangreifer Jannik Pörner (26) mit einem gezielten Angriffsschlag den 25:14-Satzgewinn perfekt machen.

„Ich habe die ganze Zeit ein gutes Gefühl gehabt. Trotzdem muss man natürlich immer wachsam sein, dass nichts passiert“, sagte Trainer Stefan Hübner. Nachdem die Hauptstädter im zweiten Satz zunächst beim Stand von 8:7 in Schlagdistanz blieben, war es erneut Jordan Ewert, der die SVG mit einer starken Aufschlagserie mit 12:7 davonziehen ließ. Technische Mängel, schlechte Absprachen oder Aufschlagfehler sorgten dafür, dass der VCO nie wirklich gefährlich wurde.

Gefühlsausbrüche blieben weitgehend aus

Als SVG-Mittelblocker Florian Krage (23) den Satzball zum 25:20 mit einem krachenden Angriffsschlag nutzte, blieb der gewohnte Gefühlsausbruch aus. Seriös nickten sich die SVG-Akteure zu - Abklatschen, weitermachen. Auch im dritten Satz gaben sich die Hausherren keine Blöße und lagen schnell mit 7:0 in Front.

Die Gäste versuchten nun den Aufschlagdruck zu erhöhen, um das Side-Out-Spiel der SVG zu verhindern. Durch das gestiegene Aufschlagrisiko erhöhte sich allerdings auch die Fehlerquote, sodass am Ende ebenfalls ein Berliner Aufschlagfehler die 25:19-Entscheidung brachte. „Vor dem Spiel haben wir den Fokus hauptsächlich auf die Einstellung gelegt. Die hat heute sehr gut gepasst“, sagte der zufriedene Stefan Hübner.

Trotz des souveränen Erfolgs müsse die Mannschaft weiter an der Präzision arbeiten. „Und im Angriff aus einer guten Annahme ist immer noch Luft nach oben“, befand Hübner. Bereits am heutigen Montag soll US-Mittelblocker Dalton Solbrig (23) nach überstandener Mandelentzündung ins Mannschaftstraining zurückkehren. Diagonalangreifer Richard Peemüller (22) wird in den nächsten Tagen ebenfalls zurückerwartet, bevor die Mannschaft am Freitag nach Süddeutschland aufbricht.

Am bayrischen Ammersee trifft die jetzt drittplatzierte SVG am kommenden Sonnabend (19 Uhr) auf die WWK Volleys Herrsching.